Zwei parteilose Politik-Einsteiger treten an
04.06.2026 LeimbachAm Abstimmungssonntag vom 14. Juni wird über nationale, im Aargau auch kantonale Vorlagen abgestimmt. Zudem wird in einigen Gemeinden gewählt. So auch in Leimbach, wo zwei Kandidaten für einen Sitz im Gemeinderat antreten.
Schon wieder eine ...
Am Abstimmungssonntag vom 14. Juni wird über nationale, im Aargau auch kantonale Vorlagen abgestimmt. Zudem wird in einigen Gemeinden gewählt. So auch in Leimbach, wo zwei Kandidaten für einen Sitz im Gemeinderat antreten.
Schon wieder eine Gemeinderats-Ersatzwahl in der flächenmässig kleinsten Aargauer Gemeinde? Ja, erst im März wählte das Leimbacher Stimmvolk Philipp Alber zum Nachfolger des kurz nach der Gemeinderats-Wahl 2025 zurückgetretenen Thomas Hunziker. Alber wurde ohne Kandidatur gewählt. Nun findet am 14. Juni die Ersatzwahl für den im Februar ebenfalls aus beruflichen Gründen per sofort zurückgetretenen Gemeinderat und Vizeammann Benno Woodtli statt. Für einmal hat Leimbach die Wahl zwischen zwei parteilosen Kandidaten. Es kandidieren Lars Henschel (Jahrgang 1975) und Dennis Lüthi (Jahrgang 1988). Beide sind Politik-Einsteiger.
Um Henschel und Lüthi besser kennenzulernen haben wir beiden dieselben Fragen gestellt.
Lars Henschel, warum kandidieren Sie für den Gemeinderat – und weshalb gerade jetzt?
Ich möchte aktiv dazu beitragen, die Zukunft unserer Gemeinde mitzugestalten. Durch meine beruflichen Erfahrungen und meine Ausbildungen fühle ich mich heute gut vorbereitet, Verantwortung im Gemeinderat zu übernehmen. Jetzt ist für mich der richtige Zeitpunkt, dieses Wissen und Engagement für die Gemeinde einzusetzen und der Zeitpunkt hat sich auch aus der aktuellen Situation ergeben.
Welche Qualitäten/Kompetenzen bringen Sie in den Gemeinderat ein?
Als Produktmanager mit Hintergrund im Handwerk, Hochbautechnik und mit betriebswirtschaftlicher Ausbildung bin ich es gewohnt, unterschiedliche Interessen zusammenzubringen, Lösungen zu erarbeiten und Projekte erfolgreich umzusetzen.
Wie würden Ihre Freunde Sie in einem Satz charakterisieren?
Als zuverlässige, bodenständige und engagierte Persönlichkeit.
Welches Thema in der Gemeinde liegt Ihnen besonders am Herzen?
Besonders wichtig sind mir eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinde sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit den finanziellen Ressourcen. Gleichzeitig möchte ich dazu beitragen, dass Leimbach für Familien, Gewerbe und Vereine attraktiv bleibt und seine hohe Lebensqualität bewahrt oder diese sogar noch verbessert.
Wo sehen Sie in den nächsten fünf bis zehn Jahren die grössten Herausforderungen für Leimbach?
Die grössten Herausforderungen sehe ich in der langfristigen Sicherung gesunder Gemeindefinanzen und der Weiterentwicklung der Infrastruktur.
Dennis Lüthi, warum kandidieren Sie für den Gemeinderat – und weshalb gerade jetzt?
Ich lebe gerne in Leimbach und schätze die hohe Lebensqualität sowie das aktive Dorfleben. Beruflich durfte ich in den vergangenen Jahren viel Erfahrung in den Bereichen Führung, Finanzen und strategischer Entwicklung sammeln. Diese Erfahrungen möchte ich nun auch für unsere Gemeinde einsetzen. Gerade jetzt stehen wichtige Entscheidungen an, welche die Zukunft von Leimbach langfristig prägen werden. In dieser Phase möchte ich Verantwortung übernehmen und mich aktiv in die Gestaltung unserer Gemeinde einbringen.
Welche Qualitäten/Kompetenzen bringen Sie in den Gemeinderat ein?
Als Geschäftsführer bin ich es gewohnt, Verantwortung zu tragen, wirtschaftliche Zusammenhänge zu beurteilen und auch in anspruchsvollen Situationen tragfähige Entscheidungen zu treffen. Ich arbeite strukturiert, pragmatisch und lösungsorientiert.
Gleichzeitig ist mir wichtig, verschiedene Meinungen anzuhören und Entscheidungen nachvollziehbar und transparent zu treffen.
Wie würden Ihre Freunde Sie in einem Satz charakterisieren?
Als bodenständigen, zuverlässigen und lösungsorientierten Menschen, der Verantwortung übernimmt, sagt, was er denkt und auch entsprechend handelt.
Welches Thema in der Gemeinde liegt Ihnen besonders am Herzen?
Mir ist wichtig, dass Leimbach auch in Zukunft ein attraktiver Wohn- und Lebensort bleibt. Dazu gehören gesunde Finanzen, eine funktionierende Infrastruktur sowie gute Rahmenbedingungen für Familien, Vereine und das lokale Gewerbe. Gleichzeitig liegt mir am Herzen, dass wichtige Zukunftsfragen offen und sachlich diskutiert werden und die Bevölkerung dabei aktiv und angemessen eingebunden wird.
Wo sehen Sie in den nächsten fünf bis zehn Jahren die grössten Herausforderungen für Leimbach?
Die mögliche Fusion mit Reinach AG wird sicherlich eine der wichtigsten Herausforderungen und Chancen der kommenden Jahre sein. Dabei geht es nicht nur um organisatorische oder finanzielle Fragen, sondern auch darum, die Identität und die Interessen von Leimbach langfristig zu wahren. Darüber hinaus sollen Themen wie Infrastruktur, Finanzen, Energieversorgung und die Attraktivität unserer Gemeinde weiter an Bedeutung gewinnen. Entscheidend wird sein, diese Entwicklungen vorausschauend anzugehen und die Bevölkerung auf diesem Weg mitzunehmen.
Interview: Roland Marti


