Die Kastanien fallen von den Bäumen, das Laub wird natürlich farbig und nicht wegen der Trockenheit, die Tage werden kürzer und ruhiger nach der Aufgeregtheit der Hitze des Sommers; Zeit zur Einkehr, Zeit zum Erntedank.
Die Landfrauen dekorieren die ...
Die Kastanien fallen von den Bäumen, das Laub wird natürlich farbig und nicht wegen der Trockenheit, die Tage werden kürzer und ruhiger nach der Aufgeregtheit der Hitze des Sommers; Zeit zur Einkehr, Zeit zum Erntedank.
Die Landfrauen dekorieren die Kirche, legen die Gaben als Opfer dar. Es sind seit Jahren die Gaben für das Kinderheim Brugg, welche als Essbares und als Finanzielles aus dem Opferkörbchen für dieses gute Werk gespendet werden von der reformierten Kirchgemeinde Menziken Burg. Dazu erklingt beim Gottesdienst die Musik des Musikvereins Oberwynental unter der Leitung von Peter Streit.
Im am 20. Sonntag nach Trinitatis gefeierten Gottesdienst hörten die Besucher von Pfarrer Andreas Schindler aus der Genesis, der Schöpfungsgeschichte, wie die Erde mittlerweile etwas ins Alter gekommen sei, wie ein älterer Mensch, bei dem halt dies und das nicht mehr perfekt funktioniere, aber die Menschen insgesamt doch einfach dankbarer sein sollten, für das, was gut funktioniere. In diesem Sinne sei der Erntedank genannte Gottesdienst ein allgemeiner Dank an die Schöpfung, wozu auch die Ernte gehöre.
Gedankt wurde natürlich auch dem Musikverein und den Landfrauen, welche in stundenlanger Arbeit die wunderbare Dekoration vor dem Altar geschaffen haben. Sie bestand aus Blumen und Gemüse, Broten, Konfitüren und Honig; alles für das Kinderheim Brugg. Dank sei Gott, dem Herrn.
Mit der Zugabe des Marsches «Arosa» verabschiedete sich der Musikverein Oberwynental fast im Tempo eines Stechschrittes von den begeisterten Gottesdienstbesuchern. Dankbar für die Harmonien, welche wieder einmal akustisch, ohne Lautsprecher wie es heute fast schon üblich ist, durch den Kirchenraum wehen durften.
Bruno von Nünlist