Die Vorbereitungen für das Jugendfest am 19. und 20. Juni laufen bereits auf Hochtouren. Die zwei 5. Klassen A und B der Steinegglischule arbeiten mit dem «Skulptör» und Feuerkünstler Bruno Fischer aus Boniswil zurzeit an riesigen bunten Kreationen. Ganz nach dem ...
Die Vorbereitungen für das Jugendfest am 19. und 20. Juni laufen bereits auf Hochtouren. Die zwei 5. Klassen A und B der Steinegglischule arbeiten mit dem «Skulptör» und Feuerkünstler Bruno Fischer aus Boniswil zurzeit an riesigen bunten Kreationen. Ganz nach dem Motto «Böju 990 x farbig».
Es ist Dienstagnachmittag. Im Untergeschoss der Turnhalle des Steineggli Schulhauses in Beinwil am See wird fleissig gearbeitet. Es ist die Klasse 5B, die mitten in den Vorbereitungen für das grosse Jugendfest im Juni steckt. Auf dem Boden verteilt sind auf riesigen Kartons Wasserschlangen, Hexen und viele weitere Figuren zu erkennen. «Das wird ein Drache», sagt einer der Schüler stolz. «So wie die aus China», fügt er noch hinzu, bevor er sich wieder fokussiert seiner Arbeit widmet. Die Euphorie der Schülerinnen und Schüler lässt die Stimmung im Raum lauter werden. Es wird geschnitten, geklebt und besprochen. «Wie sollen wir die Kartons aneinanderkleben? Was müssen wir als nächstes tun?» – und mittendrin ist Bruno Fischer, der gerade damit beschäftigt ist, die Fragen der Kinder zu beantworten und sie beim Basteln zu unterstützen. «Die Kinder sind sehr lebendig und aktiv», sagt er schmunzelnd. «Aber sie sind auch sehr motiviert», fügt er erfreut hinzu. Während die einen mit dem Ausschneiden der Figuren beschäftigt sind, versuchen zwei der Schülerinnen gerade einige der Holzstäbe in die richtige Form zu bringen. «Das wird eine grosse 3D-Kugel. In der Mitte wird die Zahl 990 stehen», sagt eines der Mädchen. Ihre Schulkollegin fügt freudvoll hinzu: «Ja, und sie wird leuchten.»
Das Projekt gedeiht
Ursprünglich startete das Projekt mit einer Anfrage an Bruno Fischer für eines seiner bekannten Feuerspiele. Daraus entwickelte sich ein Schülerprojekt, indem er mit insgesamt 40 Kindern der beiden Fünftklassen A und B zusammen Figuren erarbeitet, welche ein Lichtund Schattenspiel erzeugen. Zur Inspiration diente eine Ideenwand mit vergangenen Projekten von Bruno Fischer und eigenen Ideen der Schüler. «Das Ganze ist sehr frei entstanden», erklärt der Künstler. «Mir ist es wichtig, dass die Kinder beim Jugendfest auch sich selbst in ihrem Projekt erkennen können.»
Es ist längst nicht das erste Projekt, welches der Feuerkünstler mit einer Schulklasse zusammen realisiert. Bereits im Jahr 2015 arbeitete er mit den Kindern der Primarschule innerhalb der Projektwoche «Feuerspiel im Dorf» und sorgte mit seiner Feuertechnik für eine spektakuläre Schlussshow. So wirkt er geübt, die Schar mit seiner ruhigen Art in Schach zu halten und die Euphorie der Kinder in das Erarbeiten der Figuren zu lenken. Unterstützt wird er von den jeweiligen Klassenlehrern und von Roland Schmid der als Stellvertreter von Petra Liechti BG unterrichtet und von der Klassenassistenz Andrea Büchler. «Es ist viel Arbeit für die Schülerinnen und Schüler», sagt Roland Schmid verständnisvoll. Doch scheint die Vorfreude die Jugendlichen anzuspornen, wie zwei Schülerinnen verraten: «Wir freuen uns mega, alles fertig zu sehen.» Die beiden sind gerade dabei, ihre gigantische Wasserschlange auf dem Karton auszuschneiden.
Noch gibt es viel zu tun, bis die Figuren vollendet und die Choreografie einstudiert ist.
Doch eines kann mit Gewissheit gesagt werden: Die Besucherinnen und Besucher können sich schon jetzt auf ein magisches Licht- und Schattenspiel und eine spektakuläre Feuershow am Jugendfest freuen.
Die Feuershow wird am Samstag, den 20. Juni, um 22.30 Uhr beim Steineggli-Areal zu sehen sein.
Janine Flückiger