Es ist Musik aus der Region, die am 2. Mai um 20.15 Uhr im Theater am Bahnhof (TaB) gespielt wird. Und es ist mehr. Denn das Konzert ist verbunden mit einem Salongespräch. Peter Frey, Enrico Fischer, Peter Klaus und Ruedi Lehnherr geben Neugierigen die Möglichkeit, hinter die ...
Es ist Musik aus der Region, die am 2. Mai um 20.15 Uhr im Theater am Bahnhof (TaB) gespielt wird. Und es ist mehr. Denn das Konzert ist verbunden mit einem Salongespräch. Peter Frey, Enrico Fischer, Peter Klaus und Ruedi Lehnherr geben Neugierigen die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu hören.
Ruedi Lehnherr ist Lehrer an der Kreisschule aargauSüd, unterrichtet an der Musikschule Reinach, dirigiert und komponiert. Peter Frey hat aus seiner Zeit als Organist den symphonischen Gedanken auf seine Akkordeonkompositionen übertragen. 1973 gründete er ein eigenes Musikstudio und baute ein Orchester auf. Peter Klaus feierte im vergangenen Jahr seinen siebzigsten Geburtstag. Vier Jahrzehnte war er Mitglied des Aargauer Symphonieorchesters, während 30 Jahren Lehrperson an den Bezirksschulen Unterkulm und Schöftland – nicht zu vergessen die musikalische Leitung des Kammerorchesters im selben Ort. Und Enrico Fischer kennen die meisten als Gründer und Leiter der Cappella dei Grilli. Für den Chor hat er nicht nur viele individuelle Arrangements gestaltet, sondern auch selbst komponiert.
«Fast jeder in der Region wird schon mit diesen Musikern in Berührung gekommen sein», vermutet Sven Bachmann. Er steht als Klarinettist von ClarinArt und Vorstand des TaB gleich doppelt hinter dem Anlass. «Untereinander kennen sich die vier wichtigen Vertreter der Oberwynentaler Musikszene noch nicht alle, aber das wird sich am 2. Mai ändern. Wie ist der Anlass überhaupt zustande gekommen? «Für die Mitglieder des ClarinArt Ensembles, das es übrigens auch schon seit 25 Jahren gibt, steht die Region im Zentrum», erklärt Sven Bachmann. Jeder sehe sich stetig in seiner Lebensumgebung um. «Begegnet ihm ein Thema, besprechen wir uns.» So wecke man das Bewusstsein für die Kultur vor der Haustür.
Neugier wecken
Neben der Freude an aussergewöhnlicher Kammermusik will der Abend im Salongespräch auch Neugier darüber hinaus wecken. «Wenn ich die Karrieren der vier Musiker betrachte, stelle ich mir mehrere Fragen. Wie wird man Komponist? Wie ist es eigentlich, Komponist beziehungsweise Arrangeur zu sein?» Sven Bachmann hält einen Moment inne, bevor er weiterspricht: «Die Kreativität und das Gefühl hinter den Werken, die für diesen Abend geplant sind, beeindrucken mich immer wieder aufs Neue.» Die Moderation des Gesprächs übernimmt Sabine Bachmann. «Der kleine Interviewteil soll mögliche Scheu beim Publikum überbrücken helfen. Denn wie oft stehen einem schon vier Vertreter lokaler Musikgeschichte für Fragen zur Verfügung?»
Was wünscht er sich eigentlich für den Abend? Sven Bachmann lacht, bevor er antwortet: «Natürlich wünscht man sich viele Zuhörerinnen und Zuhörer.» Gleichzeitig könne er sich auch vorstellen, dass ein neues Verständnis für die Arbeit hinter den Kulissen geweckt werde. «Vielleicht wird der eine oder andere zum Freund der Kammermusik. Es ist ein Abend klangvoller Möglichkeiten – herzlich willkommen.»
Graziella Jämsä
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