Velo-Mech Mark Schwyter sah zufrieden aus. An den Tischen wurde fleissig parliert, während sich im Zelt ganz nebenbei die Mitglieder des Vereins «Märtgruppe Birrwil» zur Generalversammlung zusammensetzten. Eine Momentaufnahme beim Saisonstart.
Barbara ...
Velo-Mech Mark Schwyter sah zufrieden aus. An den Tischen wurde fleissig parliert, während sich im Zelt ganz nebenbei die Mitglieder des Vereins «Märtgruppe Birrwil» zur Generalversammlung zusammensetzten. Eine Momentaufnahme beim Saisonstart.
Barbara Härri gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. Von 83 Märttagen stand sie an 75 mit auf dem Dorfplatz. Doch für 2026 hat sie das Amt der Präsidentin übergeben. «Ich habe extrem spannende Menschen kennengelernt, bin mega dankbar dafür, was wir als Team alles auf die Beine gestellt haben und sicher, ihr werdet managen, was auch immer kommen möge.» Sie hob die Limonadenflasche und prostete ihren Kollegen zu.
Und auch wenn Barbara Härri lieber anpackte als im Mittelpunkt zu stehen, so ganz ohne Würdigung konnte sie nicht abtreten. Simone Bucher hiess sie lachend stehenzubleiben: «Jetzt reden wir mal über dich. Als wir vor über zehn Jahren das Thema Dorfgemeinschaft besprachen, dachte niemand an einen Verein, geschweige denn daran, was aus der Idee eines Märts wird. Du hast ihn geprägt und damit du deinen Ruhestand angemessen feiern kannst, habe wir dir einen Europapark-Gutschein besorgt.» Der Applaus war lautstark und unverkrampft.
Für die Zukunft des beliebten Märts hat der Verein im Rahmen der Generalversammlung die Statuten angepasst. Die Aufgaben des Präsidenten beziehungsweise der Präsidentin wurden aufgeteilt, was die Teamarbeit rechtens macht. Mit Marc Geissmann und Ruth Zummach haben zwei neue Mitglieder dazugefunden. Dennoch ist in diesem Jahr nur jeweils ein Märt pro Monat geplant. «Die neue Ordnung muss sich erst einmal festigen», findet Simone Bucher. «Das Miteinander soll Spass machen, also ist es wichtig, sich nicht zu stressen.» Die Reduktion könne auch eine Chance sein, sowohl im Bezug auf Aussteller, als auch auf Neugierige. «Einmal im Monat helfen ist besser planbar.»
Finanziell geht es dem Verein gut. Der Einsatz am Jugendfest 2025 habe mehr als ein 2000 Franken Plus in der Kasse bedeutet. «Wir haben also eine schöne Reserve für künftige Markt-Attraktionen.» Mehr verrät Fabian Birrer, ebenfalls Gründungsmitglied, noch nicht. Langweilig wird es den Besuchern nicht werden. Am 30. Mai können sich Gartenfans freuen: Am Setzlingsmärt können sie sich mit dem Gemüse der Zukunft eindecken oder auch einfach in guter Gesellschaft ein feines Mittagessen geniessen. «Wir heissen sie alle herzlich willkommen», sind sich die Mitglieder des Vereins einig.
Graziella Jämsä