Nach der Umwandlung des Altersheims Schöftland in eine Aktiengesellschaft wurde 2009 aus dem ehemaligen Trägerverein ein Gönnerverein, der es sich zur Aufgabe machte, den Bewohnenden des Suhrental Alterszentrums den Alltag mit kleinen, liebevollen Gesten zu bereichern. Da ...
Nach der Umwandlung des Altersheims Schöftland in eine Aktiengesellschaft wurde 2009 aus dem ehemaligen Trägerverein ein Gönnerverein, der es sich zur Aufgabe machte, den Bewohnenden des Suhrental Alterszentrums den Alltag mit kleinen, liebevollen Gesten zu bereichern. Da dies aber auch auf anderem Wege passieren kann, hat der Vorstand beschlossen, die Auflösung des Gönnervereins vorzubereiten. Die Mitglieder werden an der nächsten Generalversammlung, am 25. Februar 2027, darüber befinden.
Monika Burgherr, Präsidentin des Vereins regionales Alterszentrum Schöftland, durfte eine grosse Mitgliederschaft zur Generalversammlung begrüssen. In ihrem Jahresbericht erwähnte sie die verschiedenen Tätigkeiten, wie zum Beispiel Schoggihasen zu Ostern, Magenbrot zum Herbstmarkt, eine Flasche Rimuss zu Silvester sowie Unterstützung baulicher und kultureller Projekte. Dazu gehörte die Mitfinanzierung des Projektes Music Circle, welches Demenzbetroffene, Angehörige und Musik verbindet. Durch gemeinsames Musizieren entstehen tief berührende Momente. Musik ist eine wunderbare Möglichkeit des Kommunizierens.
Da ein Besuch auf den Zimmern der Bewohnenden im Namen des Vereins nicht mehr möglich ist, entfällt der Hauptzweck des ursprünglichen Trägervereins, was den Vorstand dazu veranlasste, mit den Auflösungsmodalitäten zu starten. Am 25. Februar 2027 soll also die letzte Generalversammlung stattfinden.
Das Vereinsvermögen
Der Verein verfügt über ein beträchtliches Vermögen. Dies sollte vollumfänglich dem Alterszentrum zufliessen. Zum Verwendungszweck gab es verschiedene Voten aus dem Publikum mit dem Fazit: Das Geld sollte vor allem nachhaltig eingesetzt werden, und dies im doppelten Sinne: Es sollen Projekte unterstützt werden, für die weder Gemeinden, noch Kanton oder Krankenkasse zur Kasse gebeten werden können. Diese Projekte sollten jedoch langfristig den Bewohnenden dienen. Andererseits sollte mit den unterstützten Projekten auch die Erinnerung an den 1963 gegründeten Verein erhalten bleiben. Die enormen Leistungen der Vereinsmitglieder in den über 60 Jahren sollten nicht einfach im Sande verlaufen.
Gute Zusammenarbeit
Monika Burgherr lobte die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung. Der Geschäftsführer, Jürgen Gaulke, habe stets ein offenes Ohr für die Anliegen des Vereins und unterstützt dessen Aktivitäten nach Möglichkeit. Auch der Präsident des Verwaltungsrates, Karsten Bugmann, wusste die Verdienste des Vereins zu schätzen und warf einen Blick in die Zukunft. Der geplante Neubau sei auf bestem Weg. Zurzeit läuft der Wettbewerb. Eine Jury wird dann das Projekt auswählen, das weiter verfolgt werden wird. «Es gibt eine etappierte Geschichte», so Bugmann, weil der Altersheimbetrieb ja nahtlos weitergeführt werden muss. Deshalb kann der ganze Prozess, wenn alles problemlos über die Bühne geht, bis ins Jahr 2034 dauern. Im Fokus steht, dass das Alterszentrum zum generationenübergreifenden Treffpunkt wird.
Beim traditionellen, feinen Birkenteller und einem Stück Kuchen gingen die Gespräche rund um die Zukunft des Alterszentrums in geselliger Runde weiter.
Frieda Steffen