An der 29. Generalversammlung der EWS Energie AG stellte Verwaltungsratspräsident Jürg Rubin den Aktionären und Gästen einen erfreulichen Geschäftsbericht mit einem kurzen Jahresrückblick vor. Das Augenmerk lag dieses Jahr neben der Ausschüttung einer ...
An der 29. Generalversammlung der EWS Energie AG stellte Verwaltungsratspräsident Jürg Rubin den Aktionären und Gästen einen erfreulichen Geschäftsbericht mit einem kurzen Jahresrückblick vor. Das Augenmerk lag dieses Jahr neben der Ausschüttung einer Dividende auch auf den Wahlen, die ohne Überraschungen verliefen.
Jürg Rubin begrüsste die Aktionäre, Geschäftsleitung und Gäste herzlich und führte durch die Traktanden, Abstimmungen und Wahlen der 29. Generalversammlung. Vorher liess er das Geschäftsjahr 2025 aus Sicht des Verwaltungsrats Revue passieren. Anschliessend verwies René Soland auf interessante Meilensteine in Form von innovativen Angeboten und täglichen Aufgaben eines Energiedienstleisters – ein intensiver Blick in die Herausforderungen der EWS Energie AG.
Meilensteine
Im Juni 2025 übernahm René Soland die Leitung der EWS. Mit ihm konnte ein erfahrener Energieexperte verpflichtet werden, der mit den Strukturen und Herausforderungen der Branche bestens vertraut ist. Mit Philipp Urech als neuem CFO ist die Geschäftsleitung zusammen mit Daniel Sommerhalder und Thomas Brechbühl wieder vollständig besetzt. René Soland betonte, es sei für ihn jeden Tag eine Freude, in diesem super Team zu arbeiten. Ein weiterer Meilenstein im Jahr 2025 war die reibungslose Übernahme des Stromnetz Burg. Aus finanzieller Sicht, dass die Verschuldung von 29 % auf 25 % reduziert werden konnte.
Gesuchsrekorde für Photovoltaik und Ladestationen
Im vergangenen Jahr setzte die EWS Energie AG zentrale Digitalisierungsund Erneuerungsprojekte um, um ihre Anlagen und Prozesse langfristig zu stärken. Gleichzeitig bleibt der Netzausbau eine der grössten Herausforderungen: Über 500 Gesuche für Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Ladestationen gingen ein – ein Rekord, der die bestehende Infrastruktur stark belastet. Die Umsetzung wird zusätzlich durch lange Bewilligungsverfahren für neue Trafostationen und deren Standorte erschwert.
Mit dem neuen Angebot Solarflex reagiert die EWS auf die hohe Netzbelastung. Kundinnen und Kunden können ihre Einspeiseleistung freiwillig auf 50 % der installierten PV-Leistung begrenzen. Das Angebot ist erfolgreich gestartet und soll helfen, Netzspitzen zu reduzieren und notwendige Verstärkungen im Verteilnetz hinauszuschieben.
Erfreulicher Jahresabschluss
Finanziell blickt die EWS auf ein erfreuliches Jahr zurück. Die Generalversammlung stimmte dem Vorschlag des Verwaltungsrats über die Verwendung des Bilanzgewinns einstimmig zu. Es wird eine ordentliche Dividende von 8 % sowie eine Zusatzdividende von 4 % auf dem Aktienkapital von 5,5 Millionen Franken ausgeschüttet. 660’000 Franken fliessen in die Gewinnreserve, 2,858 Millionen Franken werden auf neue Rechnung vorgetragen.
Wahlen und Verdankung
Drei Mitglieder des Verwaltungsrates schieden infolge der Altersgrenze aus dem Gremium aus. Unter herzlichem Applaus verabschiedete Jürg Rubin Hans Heinrich Leuzinger (Menziken) und Bruno Ellenberger (Gontenschwil) nach vierjähriger Tätigkeit; Pia Müller (Reinach) schied nach 16 Jahren aus dem Gremium aus.
«Es war eine lange, intensive, aber auch sehr lehrreiche und spannende Zeit», sagte Pia Müller nach der Generalversammlung. Besonders geschätzt habe sie die Arbeit im Team – dieses werde ihr fehlen.
Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurden Jörg Stalder (Menziken), Stefan Kolb (Gontenschwil) und Philipp Härri (Reinach). Der bestehende Verwaltungsrat wurde für die Amtszeit 2026 bis 2030 in globo bestätigt; Jürg Rubin wurde als Präsident einstimmig wiedergewählt.
Einen besonderen Dank richteten Rubin und René Soland an den bereits in den Ruhestand getretenen Roger Soland für seinen 35-jährigen Einsatz in der Trinkwasserversorgung.
Dominique Rubin
Solarflex – kurz erklärt
Solarflex ist ein freiwilliges Angebot der EWS Energie AG zur Entlastung des Verteilnetzes.
• Einspeiseleistung freiwillig auf 50 % der installierten PV Leistung begrenzt
• Umsetzung durch den Anlagenbetreiber (Wechselrichter/Steuerung)
• Ziel: Reduktion von Netzspitzen bei stark wachsender Zahl von PV Anlagen
• Angebot ist sehr erfolgreich gestartet
• Mehr Infos: www.ews-energie.ch