Beim FC Aarau rumpelt es auf und neben dem Spielfeld. Während das Fanionteam im Aufstiegsrennen zurückgebunden wird, teilt der FC Aarau mit, dass der Verwaltungsratspräsident Markus Mahler sein Amt per sofort niederlegt.
Die offizielle Amtsniederlegung von ...
Beim FC Aarau rumpelt es auf und neben dem Spielfeld. Während das Fanionteam im Aufstiegsrennen zurückgebunden wird, teilt der FC Aarau mit, dass der Verwaltungsratspräsident Markus Mahler sein Amt per sofort niederlegt.
Die offizielle Amtsniederlegung von Markus Mahler soll auf die Generalversammlung vom 26. Mai hin erfolgen. Klar ist aber, dass der 54-Jährige schon seit einigen Wochen keine öffentlichen Auftritte mehr hatte und auch bis Ende Mai diese Aufgabe wohl seinen Ratskollegen überlassen wird. Die Formulierung «aus gesundheitlichen Gründen», in Verbindung mit der ebenso angedeuteten «hohen Belastung in verschiedenen Aufgaben und Rollen», lassen auf ein Burn-Out schliessen.
Vor drei Jahren übernahm der Reitnauer das anspruchsvolle Amt von Philipp Bonorand, der in seiner Amtszeit den Club bereits stark modernisiert hatte. Mahler führte diese Arbeit erfolgreich fort und stärkte im Brügglifeld Strukturen, die sehr nahe an die Organisation eines Super-League-Clubs kommen. Der FC Aarau bedauert Mahlers Rücktritt, respektiert jedoch dessen Entscheid. «Die Nachricht kam für uns überraschend. Wir bedauern seinen Entscheid sehr», wird der Verwaltungsrat als ganzer zitiert. «Für die stets offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie seinen ausserordentlichen Einsatz danken wir ‹Qsi› herzlich und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.» Der Club will sich für die Nachfolgeregelung Zeit lassen, die operativen Belange werden vom Rücktritt des Präsidenten nicht tangiert.
2:2-«Niederlage» in Wil
Sportlich lief und läuft es dem FCA recht gut, nur der krönende Abschluss, der Aufstieg in die höchste Spielklasse, bleibt den einstigen «Unabsteigbaren» seit bald elf Jahren verwehrt. Einen Schritt Richtung Super League hat der FCA am vergangenen Wochenende nicht machen können. Nach einem schwachen Spiel und zweimaligem Rückstand verlieren die Aarauer zwei wichtige Punkte um den Direktaufstieg. In der Tabelle liegen sie nun vier Runden vor Schluss vier Punkte hinter Leader Vaduz. Der ängstliche Auftritt steht in einer Reihe ähnlicher Spielverläufe. Seit der 1:3-Niederlage gegen Etoile Carouge Anfang April, gelang dem Team kein überzeugender Auftritt mehr. Selbst der 3:0-Sieg gegen Stade Ouchy dürfte zu einem wesentlichen Teil der Müdigkeit des frisch qualifizierten Cup-Finalisten zuzurechnen sein. Im Gesamten herrscht beim FC Aarau eher eine ängstliche Stimmung, wie vor einem ungewissen Umbruch. Nützlicher wäre eine grenzenlose Euphorie. Eine solche war zuletzt aber kaum spürbar.
Um den Direktaufstieg zu schaffen, ist Aarau auf einen Punkteverlust der Liechtensteiner angewiesen und muss selber alle vier verbleibenden Spiele gewinnen, darunter jenes in Vaduz, Mitte Mai. Vorerst geht es aber in Neuenburg gegen Xamax (1. Mai) und zu Hause gegen Stade Nyonnais (8. Mai) weiter.
Remo Conoci