Im Musiksaal Polifonia wurde noch munter parliert, als ein kleiner Junge still und andächtig von Notenständer zu Notenständer schritt. Es schien, als prüfe der Schüler von Flötistin Susanne Geist sein bisheriges Wissen. Doch nach einigem Stirnrunzeln setzte er sich ...
Im Musiksaal Polifonia wurde noch munter parliert, als ein kleiner Junge still und andächtig von Notenständer zu Notenständer schritt. Es schien, als prüfe der Schüler von Flötistin Susanne Geist sein bisheriges Wissen. Doch nach einigem Stirnrunzeln setzte er sich still hin und wartete. Als nach einer kurzen Begrüssung von Gemeinderat Hannes Bopp das Italian Recorder Quartet mit seiner Lehrerin auf den Stühlen Platz nahm, begann das Gesicht des Jungen zu strahlen. Damit war er nicht allein. Mehr als 40 Zuhörerinnen und Zuhörer genossen die ungeheure Leichtigkeit der Stücke. Dabei brachten Lorenzo Cavasanti, Fabiano Martignago, Luca Ventimiglia und Susanne Geist die verschiedensten Flöten zum Einsatz. Ein Freitagabend, wie er schöner kaum hätte sein können. Im Zusammenwachsen der Melodienbögen schien die Welt zu verschwinden. Das Publikum reagierte mit Standing Ovations und so mancher hat sich die klingende Harmonie auf CD mit nach Hause genommen oder wird sie sich aus dem Internet sichern.
(Text und Bilder: Graziella Jämsä)