Was passiert, wenn rund 70 Jugendliche sich der Musik und dem Theater widmen? Die Musicalcamps von Adonia begeistern Jahr für Jahr unzählige 13- bis 20-Jährige. Innert weniger Tage studieren sie gemeinsam ein Musicalstück ein, das sie anschliessend an verschiedenen Orten in ...
Was passiert, wenn rund 70 Jugendliche sich der Musik und dem Theater widmen? Die Musicalcamps von Adonia begeistern Jahr für Jahr unzählige 13- bis 20-Jährige. Innert weniger Tage studieren sie gemeinsam ein Musicalstück ein, das sie anschliessend an verschiedenen Orten in der Schweiz aufführen. Am Mittwoch, 8. April, machte die Adonia-Teens Tournee mit dem Musical «Rahab» einen Zwischenstopp im Saalbau. «Wir haben seit Sonntag geprobt, heute ist unser erster Auftritt», sagte Mia Hürzeler, Hauptleiterin des Camps, das in Reinach auftrat. Es war kaum zu glauben, dass nur so wenige Tage zwischen dem Treffen und diesem Auftritt lagen. Mit einer Selbstverständlichkeit und voller Überzeugung zeigten die Jugendlichen, wie intensiv sie geprobt haben und entführten das Publikum in die Zeit der biblischen Figur «Rahab», die oftmals als Prostituierte fehlinterpretiert wird. Im Adonia-Musical wurde die Geschichte dieser unbekannteren Figur erzählt. Dabei wurde klar, dass die Themen auch heute noch top aktuell sind. Denn Rahab träumte von einem besseren Leben und vertraute zwei fremden Menschen, indem sie sie vor den Wachen versteckte. So blieben sie und ihre Familie vor dem Massaker in Jericho verschont. Die Schauspielerinnen und Schauspieler überzeugten mit ihrer Performance und auch die Sängerinnen und Sänger zeigten, welches Talent sich in ihnen versteckt. Begleitet wurden die Aufführungen von musizierenden Teenagern, die ihr Können an verschiedenen Instrumenten bewiesen. Ein besonderer Höhepunkt war das Marschieren der Jugendlichen durch den gesamten Saal. So wurde das Publikum regelrecht Teil der Stadt Jericho. «Ich bin mega stolz auf euch», betonte Mia Hürzeler nach der Aufführung an die Jugendlichen gerichtet. Ein Stolz, den sicherlich viele der Anwesenden teilten, kamen doch einige der Teilnehmenden aus der Region. (Text und Bild: Melanie Köchli)