Die Rückkehr in die Nationalliga B hat dem Herren-1-Team von Lok Reinach bisher vor allem eines gezeigt: In der zweithöchsten Schweizer Spielklasse werden Fehler gnadenlos bestraft. Nach fünf gespielten Runden wartet der Aufsteiger weiterhin auf die ersten Punkte der ...
Die Rückkehr in die Nationalliga B hat dem Herren-1-Team von Lok Reinach bisher vor allem eines gezeigt: In der zweithöchsten Schweizer Spielklasse werden Fehler gnadenlos bestraft. Nach fünf gespielten Runden wartet der Aufsteiger weiterhin auf die ersten Punkte der Saison.
Die Situation in der Tabelle ist für die Lok Reinach früh ungemütlich geworden, doch Zeit für langes Nachdenken bleibt keine. Dabei gestaltete sich der Start in die Spielzeit keineswegs aussichtslos. In den ersten Auftritten zeigte Lok Reinach phasenweise, dass die Mannschaft auf diesem Niveau mithalten kann. Gegen Spitzenteams wie den UHC Thun oder Unihockey Sarganserland hielten die Reinacher die Partien über zwei Drittel hinweg offen. Erst im Schlussabschnitt machten jeweils Unkonzentriertheiten und kleine Nachlässigkeiten in der Abwehr den Unterschied.
Klatsche gegen Ad Astra
Auch beim Gastspiel im Tessin gegen Verbano Gordola lag ein Punktgewinn lange Zeit in Reichweite, ehe sich das Heimteam dank grösserer Abgeklärtheit durchsetzte. Was in diesen Partien noch als Lerneffekt verbucht werden konnte, kippte am vergangenen Sonntagabend in Sarnen in ein deutliches Negativerlebnis: Gegen Ad Astra Obwalden verlor das Team im Schlussabschnitt völlig den Faden und musste eine herbe 1:13-Klatsche einstecken.
Die bisherigen Runden haben die aktuellen Baustellen klar offengelegt. Damit die ersten Zähler Tatsache werden, muss die Mannschaft vor allem über die vollen 60 Minuten eine konstante defensive Stabilität auf den Platz bringen. Zudem fehlt es vor dem gegnerischen Tor an Durchschlagskraft und Kaltblütigkeit bei der Chancenauswertung. Headcoach Jason Doyle nutzt die Trainingswoche, um genau diese Punkte aufzuarbeiten und die nötigen Lehren aus der Sarnen-Partie zu ziehen.
Wende vor heimischem Publikum?
Bereits am kommenden Wochenende beginnt für die Lok damit die Phase, in der jeder Zähler im Kampf um den Ligaerhalt doppelt zählt. Am Samstag, 10. Oktober, um 19 Uhr empfängt Lok Reinach in der heimischen Pfrundmatt das Team von Unihockey Grünenmatt. Die Sumiswalder sind ansprechend in die Saison gestartet: In fünf Spielen sammelten sie mit drei Siegen bereits neun Punkte und belegen einen Platz im Mittelfeld. Nach den beiden letzten Spielen gegen Regazzi Verbano und Langenthal gingen sie als Sieger vom Platz. Vor den eigenen Fans will die Lok Reinach ein anderes Gesicht zeigen, mit viel Einsatz gegen das zu favorisierende Team dagegenhalten und den ersten Saisonsieg anpeilen. Die Unterstützung von den Zuschauerrängen wird dabei ein wichtiger Faktor sein, um die Wende einzuleiten.
Dimitri Lüscher