Superwetter war der Kinderwoche der Kirchgemeinde Rued beschieden. Highlight war der Zoobesuch in Basel, aber auch das Spielen, Basteln, Nähen, Sägen und Konstruieren kamen bei den Kindern gut an. Das Resultat zeigten sie im sonntäglichen Gottesdienst mit medialer ...
Superwetter war der Kinderwoche der Kirchgemeinde Rued beschieden. Highlight war der Zoobesuch in Basel, aber auch das Spielen, Basteln, Nähen, Sägen und Konstruieren kamen bei den Kindern gut an. Das Resultat zeigten sie im sonntäglichen Gottesdienst mit medialer Unterstützung.
Zwei Flötenspielerinnen ersetzten das Orgelspiel am Sonntagmorgen in der Kirche Rued. Es sein kein gewöhnlicher Gottesdienst an diesem Weissen Sonntag, meinte Pfarrerin Nadine Hassler Bütschi, denn die Kinderwochenkinder waren die Hauptakteure, unterstützt durch Bilder auf der grossen Leinwand.
Die Kinderschar war dieses Jahr wesentlich kleiner als in den letzten Jahren, was wohl daran liegen mochte, dass viele Familien in Urlaub gefahren sind. Aber für die Kinder war die Woche umso erlebnisreicher, im familiären Rahmen und einfach nur gemütlich, mit gesponsertem Znüni jeden Morgen. «Die Woche war viel zu schnell rum», meinten die Kinder. Besonders der Besuch im Basler Zolli dauerte viel zu kurz, die Kinder waren kaum von den Tieren wegzubringen.
«Gemeinsam Brücken bauen»
Gerade bei der heutigen Weltlage wäre es zwingend nötig, dass vermehrt Brücken gebaut werden, um damit Freundschaften besser pflegen zu können. Die Rueder Kinder spielten und sangen, wie das gehen könnte. Nadine Hassler las die entsprechende Geschichte dazu, aus dem Buch «Die Kinderbrücke» von Max Bolliger. Gespielt wurde vor einer fröhlichen Kulisse mit zwei Häuschen in einer idyllischen Landschaft unter blauem Himmel mit weissen Schäfchenwolken, alles selber gebastelt und bemalt von den Kindern. Gerhard Bütschi agierte dabei als Fotograf und stellte verschiedene Szenen zusammen, sodass anstatt des Theaters auf der Bühne ein Theater auf der Leinwand zur Geschichte wurde, mit amüsanten Bildern, mit tollen Sujets für die Handys. Die vielen Mithelfenden und Betreuenden waren gefordert, dann alles musste innerhalb einer Woche zusammenspielen und bühnenreif werden.
Im einen Haus wohnte die Familie Müller, im andern die Familie Meier, getrennt durch einen Fluss und seit Generationen tief verfeindet. Als der Fluss in einer Trockenperiode wenig Wasser führte, war es der Tochter der Meiers möglich, am Fluss zu spielen. Der Sohn der Müllers ging gleichzeitig angeln. Dank des niedrigen Wasserstandes kamen sie sich näher und trafen sich täglich zum gemeinsamen Spielen und Quatschen – die Eltern merkten nichts davon. Als der grosse Regen kam, war kein Stelldichein mehr möglich. Beide Kinder wurden tieftraurig und erzählten schliesslich warum. Es begann mit einer Einladung zum gemeinsamen Fest mit Fondue und endete damit, dass endlich eine Brücke gebaut wurde, so dass die beiden Bauersfamilien inskünftig Handin-Hand arbeiten konnten.
Frieda Steffen