Positives Ergebnis
02.04.2026 UnterkulmDie Rechnung 2025 schliesst entgegen den Erwartungen erneut positiv ab. Mehreinnahmen bei den Einkommens- und Vermögenssteuern von mehr als einer halben Million Franken tragen zu diesem erfreulichen Ergebnis bei. Zusammen mit den positiven Abschlüssen der vergangenen Jahre konnten ...
Die Rechnung 2025 schliesst entgegen den Erwartungen erneut positiv ab. Mehreinnahmen bei den Einkommens- und Vermögenssteuern von mehr als einer halben Million Franken tragen zu diesem erfreulichen Ergebnis bei. Zusammen mit den positiven Abschlüssen der vergangenen Jahre konnten verschiedene Investitionen aus eigenen Mitteln finanziert werden.
(Mitg.) Die Jahresrechnung 2025 zeigt einen erneut erfreulichen Ertragsüberschuss von 784’954.19 Franken, womit das Ergebnis um 1’053’379.19 Franken über den budgetierten Erwartungen liegt. Der erwartete Aufwandüberschuss von 268’425.00 Franken konnte zur Hauptsache durch höhere Steuereinnahmen in einen Ertragsüberschuss umgewandelt werden. Die Einkommens- und Vermögenssteuern übertreffen das Budget um 555’877.90 Franken, davon entfallen 280’826.20 Franken auf das Rechnungsjahr und 275’051.70 Franken auf die Vorjahre. Auch die Quellensteuern liefern um 115’550.25 Franken höhere Einnahmen, ebenso die Steuern juristischer Personen mit zusätzlichen 129’048.70 Franken, die Grundstückgewinnsteuern mit 93’418.00 Franken sowie die Erbschafts- und Schenkungssteuern mit 67’471.30 Franken zusätzlichen Einnahmen. Insgesamt übertrifft der Steuerertrag das Budget um 12.3 %. Dieses Ergebnis wurde mit gleichbleibendem Steuerfuss von 115 % und nur geringem Bevölkerungswachstum erzielt.
Bei den beeinflussbaren Ausgaben wurde das Budget sehr gut eingehalten und mehrfach auch unterschritten. Grosse Überschreitungen sind vor allem bei nicht beeinflussbaren Positionen zu verzeichnen. Die Zahlungen für die berufliche Grundbildung übersteigen das Budget um 106‘103.50 Franken, die Kosten für ambulante und stationäre Pflege um 228’016.20 Franken, die Sozialhilfe um 128’612.32 Franken und die Kosten für Sonderschule, Heime und Werkstätten um 57‘680.45 Franken. Zum positiven Ergebnis hat auch die Beteiligung von 46’853.50 Franken am Überschuss des Forstbetriebes Gränichen-Unterkulm beigetragen sowie das nicht beanspruchte Darlehen und damit der Wegfall der erwarteten Fremdkapitalzinsen von 60’000 Franken.
Mindereinnahmen fallen lediglich bei den Schulliegenschaften ins Gewicht. Der Mietertrag von 1’176’367.00 Franken verpasst das Budget um 98’993.00 Franken. Der Mietertrag der Kreisschule aargauSüd wurde auf der Grundlage von 237 SchülerInnen erstellt. Effektiv konnten jedoch Mietund Betriebskosten für nur 219 SchülerInnen in Rechnung gestellt werden.
Erfolgsrechnung
Die dreistufige Erfolgsrechnung zeigt einen betrieblichen Aufwand von 16.5 Millionen Franken. Dem gegenüber steht ein betrieblicher Ertrag von 15.5 Millionen Franken. Das Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit weist, trotz sehr gutem Gesamtergebnis, einen Verlust von 1.1 Millionen Franken aus. Dabei liegen der Personalaufwand, der Sachund übrige Betriebsaufwand sowie die Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen allesamt unter den Erwartungen. Der Transferaufwand liegt jedoch mit 9 Millionen Franken um 11.3 % über dem Budget. In diesem Bereich werden beispielsweise die Entschädigungen an den Kanton für die Lehrerbesoldung, die Restkostenfinanzierung der ambulanten und stationären Pflege sowie Beiträge an Sonderschulen, Heime und Werkstätten im Umfang von 2.9 Millionen Franken ausgewiesen. Daneben sind die Entschädigungen an Gemeinden und Gemeindeverbände von 3 Millionen Franken für beispielsweise die Kreisschule aargauSüd, die Feuerwehr oder das Schwimmbad enthalten. Hinzu kommen Beiträge von 1.8 Millionen Franken an private Haushalte im Rahmen der Sozialhilfe sowie weitere kleinere Posten.
Die zwei vergangenen Jahre 2023 und 2024 erzielten bereits ein sehr gutes Ergebnis durch einmalig hohe Gewinnsteuern einer juristischen Person. Dadurch konnte der Neubau des 4-fach Kindergartens aus eigenen Mitteln finanziert werden. Das Jahr 2025 erzielt nun wiederum ein gutes Ergebnis aufgrund von höheren Einkommens- und Vermögenssteuern natürlicher Personen. Auch dieses Ergebnis ist willkommen und hilft zumindest teilweise, den zusätzlich benötigten Schulraum sowie die anstehenden Strassenprojekte zu finanzieren und die Verschuldung tief zu halten. Die Nettoschuld pro EinwohnerIn ist weiterhin ein Nettoguthaben und beträgt per 31. Dezember 2025 938.13 Franken.
