Mitten im Wald fand bei der gedeckten Feuerstelle Obere Burg in Schlossrued das 45. Obersuhrentaler Gemeinderatsschiessen statt. Die eingetroffene Politik stellte sich einem Wettbewerb mit vier Posten. Anschliessend konnte beim Nachtessen der Austausch vertieft werden.
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Mitten im Wald fand bei der gedeckten Feuerstelle Obere Burg in Schlossrued das 45. Obersuhrentaler Gemeinderatsschiessen statt. Die eingetroffene Politik stellte sich einem Wettbewerb mit vier Posten. Anschliessend konnte beim Nachtessen der Austausch vertieft werden.
Die gastgebende Gemeinde Schlossrued lud Ratskolleginnen und -kollegen sowie Gemeindeschreiberinnen und -schreiber aus Hirschthal, Kirchleerau, Moosleerau, Reitnau, Schöftland, Staffelbach, Schmiedrued und Wiliberg zum informellen Austausch ein. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Finanzverwaltungen fanden sich zu Spielen und Nachtessen in der gedeckten Feuerstelle obere Burg ein. Gemeindeammann Martin Goldenberger schwor die eingetroffene Politik auf einen spielerischen Wettbewerb mit vier Posten ein. In der Anfangszeit des Obersuhrentaler Gemeinderatsschiessen schossen die Räte mit Sturmgewehren. Nachdem nur noch wenige Gemeinden über einen Schiessplatz verfügen, lassen sich diese zum alljährlichen Gemeinderatsschiessen kreative Alternativen einfallen, wobei jedes Jahr traditionsgemäss eine andere Gemeinde die Gastgeberrolle übernimmt.
Kreativität auf vier Posten verteilt
Die Organisation des spielerischen Parts oblag den Mitgliedern der Jagdgesellschaft Schlossrued-Ost um Präsident Daniel Zehnder. Statt mit dem Sturmgewehr schossen die Probanden mit dem Luftgewehr auf zwei, zirka 10 Meter entfernte Zielscheiben. Trotz Zielfernrohr gestaltete sich die Übung nicht einfacher. Geschicklichkeit war gefragt, um am zweiten Posten das «Platzge», ein 1.1 Kilogramm schwerer Wurfkörper aus gehärtetem Stahl, über eine Entfernung von ebenfalls 10 Metern in das «Ries», einen mit Lehm (Lätt) gefüllten Stahlring, zu befördern. Kegeln mit einem Seil am Baum hängenden Ball forderte ein weiteres Mal die sportliche Seite der Teilnehmenden heraus. Das Waldwissen der Kandidaten testete das Identifizieren von Buche, Eiche, Ulme und Walnuss anhand deren Blätter oder Stamm.
Gemeinden im Wettbewerb?
Nach einem bekanntgegebenen Punkteschema belegte die Gemeinde Staffelbach mit 174 Punkten den ersten Rang, gefolgt von Schöftland 134 und Kirchleerau mit 129. Mit 246 Punkten erzielte der Staffelbacher Vizeammann Stefan Morgenthaler das beste Einzelresultat. Spielerisch standen die Gemeinden im Wettbewerb, politisch sind sie es eher selten. Um von Erfahrungen anderer zu lernen und zu profitieren, ist es vorteilhaft, wenn man sich kennt. Es erleichtert den Austausch und das aufeinander Zugehen, wenn es gilt, ähnliche oder gemeinsame Aufgaben zu bewältigen. Nicht umsonst ist der Kreis der «Obersuhrenthaler Gemeinden» um jene im mittleren Suhrental und Ruedertal gewachsen.
Alfred Weigel