«Mami, wann darf ich mitmachen?»
02.07.2026 ReinachWas macht man, wenn es bereits beim Umzug um 10 Uhr morgens schweisstreibend heiss ist? Am Jugendfest Reinach wurde kurzerhand mit Wasserpistolen für eine Abkühlung gesorgt.
Wieso gehen Eisbären im Hochsommer mitten durch Reinach? Und wie hat es Super Mario aus seinem Videospiel geschafft? Es kann nur einen Grund für diese aussergewöhnlichen Umstände geben: das Reinacher Jugendfest. Von Freitag bis Sonntag verwandelte sich das Dorf in einen Festplatz für Gross und Klein. Dass Motto «Alles ausser gewöhnlich» zog sich wie ein roter Faden quer durch alles durch und zeigte sich besonders in der Kreativität der Kinder.
Melanie Köchli
«Es war ein aussergewöhnliches Jahr an einer aussergewöhnlichen Schule und wir sind ein aussergewöhnliches Dorf», sagte Gesamtschulleiter Pius Flury an der Eröffnungsfeier. Genau wie Gemeinderat Bruno Rudolf hielt er seine Ansprache kurz und überliess die Bühne den Schülerinnen und Schülern, die neben einer choreografierten Tanznummer auch noch das Jugendfestlied, komponiert von Musiklehrer Rudolf Lehnherr, zum Besten gaben. Die Freude war den Kindern anzusehen und auch die Eltern konnten ihren Stolz kaum verbergen.
Es reihte sich am Wochenende ein Highlight an das andere, von Lichterumzug mit Feuerwerk bis hin zur Kinderdisco gab es immer wieder etwas zu erleben. Und an den zahlreichen Verpflegungsständen wurde für neue Energie und die nötige Abkühlung gesorgt, so dass alle das Fest in vollen Zügen geniessen konnten.
Ein weiterer aussergewöhnlicher Punkt war der grosse Umzug am Samstagmorgen. Die Kinder und Lehrpersonen hielten der Hitze stand und präsentierten ihre Kostüme den vielen Reinacherinnen und Reinachern, die die Hauptstrasse säumten. Besonders beliebt waren die Eisbären, die mit ihren Wasserpistolen für eine angenehme Erfrischung sorgten. Auch die Strausse sorgten für Begeisterung, denn auf Kommando verwandelte sich das einfache Kostüm in eine täuschend echte Nachahmung des Tiers.
«Es ist einfach wunderbar», meinte eine Zuschauerin zum Umzug. «Die Kinder haben tolle Arbeit geleistet», pflichtete ihr eine Freundin bei. «Mami, wann darf ich mitmachen?», hörte man einen kleinen Jungen fragen, der das Geschehen mit grossen Augen mitverfolgte. Das nächste Jugendfest kommt bestimmt, aber bis dahin lässt es sich hervorragend in diesen aussergewöhnlichen Erinnerungen schwelgen.










