Das fünfte und entscheidende Spiel der ausgeglichenen Playoff-Finalserie fand am Ostermontagabend in der Reinacher Pfrundmatthalle statt. Rund 450 Zuschauer sorgten für eine würdige Kulisse für die «Belle».
Wie in allen Partien der Serie begegneten sich beide ...
Das fünfte und entscheidende Spiel der ausgeglichenen Playoff-Finalserie fand am Ostermontagabend in der Reinacher Pfrundmatthalle statt. Rund 450 Zuschauer sorgten für eine würdige Kulisse für die «Belle».
Wie in allen Partien der Serie begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, wobei Details über Ballbesitz und Torchancen entschieden. Die zusätzliche Anspannung eines Finalspiels war auf beiden Seiten deutlich spürbar. Das erste Tor fiel nach neun Minuten: Der physisch starke Andrea Vitali setzte sich im Slot durch und verwertete einen Abpraller nach einem Abschluss von Arola. Emme reagierte rund zwei Minuten später und glich ebenfalls nach einem Abpraller im Slot aus. In der Folge bot sich der Lok in Überzahl die Chance zur erneuten Führung, doch das Powerplay blieb ohne Erfolg.
Im Mittelabschnitt ging es deutlich spektakulärer hin und her. Ein Ballverlust in der Reinacher Offensive führte zu einem Konter, den die Gäste aus dem Emmental eiskalt zur Führung nutzten. Doch die Antwort folgte prompt: Nach einem schnellen Gegenstoss spielte Benjamin Reidy den Ball in die Mitte zu Jamie Doyle, der den Torhüter in der nahen Ecke zum 2:2-Ausgleich bezwang. In der Folge mussten beide Teams jeweils eine Zwei-Minuten-Strafe hinnehmen, doch dank starker Paraden auf beiden Seiten blieb der Zwischenstand unverändert. In der 34. Minute ging Emme erneut in Führung, nachdem ein Reinacher Verteidiger ausgerutscht war und den Gästen so eine Chance ermöglichte, die konsequent genutzt wurde. Lok Reinach reagierte jedoch stark und glich noch vor der Pause aus. Nach einer sehenswerten Passstaffette tauchte Jonas Wiederkehr alleine vor dem gegnerischen Tor auf und versenkte den Ball gekonnt in den Maschen.
Lok macht den Sack zu
Beim Stand von 3:3 im Spiel und 2:2 in der Serie ging es in den alles entscheidenden Schlussabschnitt. Reinach erspielte sich nun ein Chancenplus, während Emme immer wieder gefährliche Nadelstiche setzte. Vieles deutete darauf hin, dass der nächste Treffer die Entscheidung bringen würde. In der 46. Minute war es dann so weit: Der routinierte Tscheche Tomas Vojtisek erlöste die Mehrheit der Zuschauer mit dem 4:3 für Lok Reinach, als er einen abgelenkten Schuss per Backhand unter die Latte lenkte. Nur vier Minuten später leitete Vojtisek gleich den nächsten Treffer ein. Sein Abschluss blieb im Slot liegen, wo Mikko Levänen reagierte und zum 5:3 einschob. In der Folge entwickelte sich eine hochspannende Partie auf hohem Niveau. Eine Strafe gegen Reinach in der 57. Minute kam Emme gelegen. Die Gäste ersetzten ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler und erzielten tatsächlich noch den Anschlusstreffer. Die Reinacher Defensive blieb jedoch ruhig, verteidigte konsequent, brachte den Vorsprung über die Zeit und die heimischen Fans zum Jubeln.
Aufstiegs-Playoffs gegen Davos-Klosters
Lok Reinach gewinnt damit den Playoff-Final in extremis gegen ein starkes Unihockey Emme und ist Meister der 1. Liga Gruppe 1. Die Saison ist damit noch nicht beendet: In den Aufstiegsspielen trifft Reinach in einer weiteren Best-of-Five-Serie auf die Iron Marmots Davos-Klosters. Das erste Spiel findet bereits am kommenden Samstag um 17 Uhr in der Pfrundmatthalle statt. Oliver Reidy
Auf-Abstiegs-Playoffs (Best of five)
Sa. 11.4. 17 Uhr Reinach − Davos-Klosters So. 12.4. 16 Uhr Davos-Klosters − Reinach Sa. 18.4. 17 Uhr Reinach − Davos-Klosters So. 19.4. 16 Uhr Davos-Klosters − Reinach S0. 26.4. 18 Uhr Reinach − Davos-Klosters