Am 26. August fand im Kirchgemeindehaus der katholischen Kirche Menziken-Reinach die ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung statt. Da die Jahresrechnung 2025 infolge eines Urteils des Verwaltungsgerichts auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden musste, stand aufgrund der ...
Am 26. August fand im Kirchgemeindehaus der katholischen Kirche Menziken-Reinach die ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung statt. Da die Jahresrechnung 2025 infolge eines Urteils des Verwaltungsgerichts auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden musste, stand aufgrund der Dringlichkeit nur noch das Budget 2026 auf der Traktandenliste.
Kurt Schmid, Sachwalter für die einberufene ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung, begrüsste die Teilnehmer und erörterte detailliert, wie es zur erneuten Sachwaltung gekommen war. Er nahm dabei auch Bezug auf die im Vorfeld veröffentlichten Protokolle und Ankündigungen, die auf dem offiziellen Organ, dem römisch-katholischen Pfarrblatt «Lichtblick», aufgeschaltet waren und wieder entfernt werden mussten. Der Grund war die Unterlassung der Schwärzung von sensiblen Daten.
Das Budget 2026 im Fokus
Das Budget wurde detailliert vorgestellt. Mit einem budgetierten Plus von 9580 Franken war dies doch deutlich weniger als dasjenige vom Vorjahr, welches ein Plus von 47’580 Franken budgetiert hatte. Nicht nur die hohen Kosten für die Sachwaltung schlagen sich negativ aufs Budget nieder, auch die kommende Gesamterneuerungswahl der Kirchenpflege schmälert den Gewinn. Dennoch betonte Schmid, dass die Kirchgemeinde auf guten Beinen stehe. Der Steuerfuss von 17 Prozent kann beibehalten werden.
Einige Wortmeldungen und Fragen rund um das Budget konnten fachkundig von Finanzverwalter Rafael Huber erklärt werden. Schlussendlich wurde das Budget 2026 mit 85 Stimmen grossmehrheitlich angenommen. Kurt Schmid zeigte sich darüber sehr erleichtert; dies ermöglicht der Kirchenpflege nun wieder eine volle Handlungsfähigkeit.
Gegenüber dem Wynentaler Blatt äusserten sich einige Mitglieder der Kirchenpflege nach der Versammlung differenziert: Einerseits bedauerten sie, dass der Kirchenpflegepräsident provoziert worden wäre und betonten, dass man sich ein Miteinander wünsche. Anderseits zeigten sie sich aber nicht einverstanden damit, wie der Ablauf rund um die Veröffentlichung der ungeschwärzten Protokolle auf der Website vom Sachwalter dargestellt worden wären.
Trotz dieser internen Unzufriedenheit bildeten sich nach dem offiziellen Teil Gespräche zwischen den Behördenmitgliedern und den Kirchgängern. Man begegnete sich in freundlichem Ton, suchte das gegenseitige Verständnis und versuchte, Unklarheiten zu entflechten. Dieses positive Signal für einen echten Dialog war der Lichtblick des Abends.
Dominique Rubin