Für den jüngsten Anlass des Kulturvereins «Kukuk» richteten die Verantwortlichen die Mehrzweckhalle gemütlich her. 130 Gäste besuchten an diesem Abend den Auftritt der «Ex-Freundinnen». Die vier Künstlerinnen und deren Schlagzeuger stehen dabei ...
Für den jüngsten Anlass des Kulturvereins «Kukuk» richteten die Verantwortlichen die Mehrzweckhalle gemütlich her. 130 Gäste besuchten an diesem Abend den Auftritt der «Ex-Freundinnen». Die vier Künstlerinnen und deren Schlagzeuger stehen dabei für das, was auch den lokalen Kulturverein ausmacht.
«Was wir auf der Bühne zeigen, so sind wir», sagte Martina Lory, die auf der Bühne Martina Lory spielt, zum Wynentaler Blatt. «Wenn wir mit dieser Intensität unsere Geschichten erzählen, haben wir das meiste davon genau so erlebt», lacht sie. Ihre Ehemänner würden zu Hause auf die Kinder aufpassen und die vier Frauen gehen dafür als hauptberufliche Künstlerinnen auf Tour. Sie managen sich selbst, vereinbaren Termine, organisieren Requisiten, und bauen alles auf und wieder ab. «Wir bringen 60 bis 70 Auftritte pro Jahr auf die Bühne und es macht uns unheimlich viel Spass, an Orten wie in Unterkulm aufzutreten, wo wir das Publikum spüren und sie uns. Schau dir nur die Tischlein und die liebevollen Dekorationen an», freut sich Martina Lory, die sich wie ihre Mitstreiterinnen Anikó Donáth, Isabelle Flachsmann und Sonja Füchslin auch als hervorragende Performerin präsentiert.
Die einzige helfende männliche Hand im aktuellen Programm ist übrigens Schlagzeuger Christoph Gautschi. Und obwohl der Name «Ex-Freundinnen» implizieren könnte, es gehe den Künstlerinnen um einen Rache-Feldzug gegen die Männerwelt, ist dem nicht so. «Wir hatten früher tatsächlich mehr Frauen im Publikum, aber das hat sich spätestens mit diesem Programm jetzt ausgeglichen», lacht Martina Lory. «Die Männer kommen gar nicht so schlecht weg, wir machen uns ja auch über uns selber lustig.»
Kultur zum Anfassen
Tatsächlich fühlte man sich auch als fotografierender Mann sehr gut unterhalten. Den Künstlerinnen geht es schliesslich um ein ganz anderes, viel grösseres Ziel, nämlich einen Kinohit zu landen. Das gelingt ihnen aufgrund fehlender Millionäre im Unterkulmer Publikum nur fast, aber die Low-Budget-Produktionen glänzten dafür um so mehr mit grosser Theatralik, perfektem Gesang, Tanzeinlagen und vielen lustigen Ideen. Auch die Verantwortlichen des Kulturvereins Kukuk zogen am Ende des Abends eine positive Bilanz.
Vizepräsident Rolf Gerber freute sich, dass er auf dem Parkplatz Autos mit Berner und Luzerner Kennzeichen gesehen hat. Er bedankte sich beim Publikum, das trotz vieler Streaming-Angeboten den Weg nach Unterkulm gefunden hat. Seine Botschaft war die, wie sie schon den ganzen Abend hätte lauten können: Hier findet Kultur zum Anfassen statt, man erlebt die Künstler hautnah und diese entschwinden nicht gleich hinter der Bühne. Im Gegenteil: Auch weil sie sich für eine gute Sache einsetzen, stellen sich die Freundinnen nach ihren Vorstellungen an einen Verkaufsstand, bringen Handgefertigtes unter die Leute und nehmen sich viel Zeit für Selfies und spannende Gespräche.
Am 29. Mai wartet der nächste Leckerbissen im «Kukuk»
Das schöne Wynental und ein Ensemble wie die «Ex-Freundinnen»» passen einfach wunderbar zusammen. Nächste Gelegenheit in der Mehrzweckhalle Unterkulm Kultur einzuatmen, bietet der Verein Kukuk am Freitag, 29. Mai. Die Formation «Wooden Impact», mit dem Schweizer Duo Daniel Borak und Manuel Leuenberger, präsentiert in «Ta-Bamm!!» atemberaubende Stepptanz-Choreographien und magische Marimba-Klänge. Tickets gibts unter www.zumkukuk.ch.
Remo Conoci