Vermehrte Hitzewellen mit Wassermangel respektive Starkregen zeigen es deutlich: Hitzeminderung in unseren Dörfern wird überlebenswichtig. Das Schwammstadt-Prinzip und der Schutz vor Hitzeinseln müssen bei jedem Strassenprojekt Standard sein.
Die geplante Sanierung der ...
Vermehrte Hitzewellen mit Wassermangel respektive Starkregen zeigen es deutlich: Hitzeminderung in unseren Dörfern wird überlebenswichtig. Das Schwammstadt-Prinzip und der Schutz vor Hitzeinseln müssen bei jedem Strassenprojekt Standard sein.
Die geplante Sanierung der Ortsdurchfahrt Gränichen (K242) basiert jedoch auf einer Planung, die vor weit über zehn Jahren gestartet wurde. Damals waren extreme Hitzetage noch eine Seltenheit. Das Projekt greift in puncto Klimaresilienz daher verständlicherweise zu kurz.
Natürlich sind die im Zusammenhang mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt vorgesehenen Verbesserungen bei der Verkehrssicherheit und beim Lärmschutz positiv. Auch der Verzicht auf nennenswerte zusätzliche Bodenversiegelung ist lobenswert. Dennoch bauen wir hier ein Projekt der Vergangenheit für die Herausforderungen der Zukunft.
Es ist wirtschaftlich und ökologisch sinnvoller, Planungen jetzt anzupassen, anstatt sie später mit hohem Aufwand zu korrigieren. Negativbeispiele wie der Bahnhofplatz in Suhr gibt es auch in unserer Region schon zur Genüge.
Wir fordern die Projektverantwortlichen daher auf: Nutzen Sie die Zeit bis zum Baubeginn in frühestens 2 Jahren! Prüfen Sie, mit welchen niederschwelligen Massnahmen wie z.B. zusätzlichen Bäumen, die Ortsdurchfahrt bezüglich Hitzeminderung optimiert werden kann. Für ein lebenswertes Gränichen – auch im Sommer.
Thomas Helbling im Namen der SP Gränichen