Der neue Denner Partner in Unterkulm öffnet seine Türen. Sokol Ramadani aus Gränichen und sein Team freuen sich, die Kundschaft ab 20. Mai wieder zu empfangen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
16 Jahre, fast seine ganze bisherige Berufskarriere, ...
Der neue Denner Partner in Unterkulm öffnet seine Türen. Sokol Ramadani aus Gränichen und sein Team freuen sich, die Kundschaft ab 20. Mai wieder zu empfangen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
16 Jahre, fast seine ganze bisherige Berufskarriere, absolvierte der in Zürich aufgewachsene Sokol Ramadani bei Coop. Angefangen hatte diese mit der Lehre als Detailhandelskaufmann in Zürich, danach bildete er sich stetig weiter. Der heute 34-Jährige durfte früh Verantwortung übernehmen, arbeitete mehrere Jahre als stellvertretender Geschäftsführer in der Filiale im Shopville am Bahnhof Zürich und nach seinem Umzug nach Gränichen auch in der Filiale am Bahnhof Aarau. Einmal wagte Ramadani einen Abstecher in den Aussendienst eines Zuger Startups. «Wir hatten ein cooles Produkt. Aber ich merkte: Ich gehöre an die Front und brauche den Kontakt mit den Menschen.»
Früher Satelliten, heute Partner
Da bot sich ihm die Chance, als Leiter des Denner Partner zurück in den Detailhandel zu wechseln und sich gleichzeitig den lang gehegten Wunsch der Selbstständigkeit zu verwirklichen. Denner Partner sind meist kleinere Filialen in ländlichen Gebieten, welche von selbstständigen Unternehmern auf eigene Rechnung geführt werden. Franchisenehmerinnen und -nehmer profitieren von der engen Zusammenarbeit mit Denner, ohne dabei ihre Selbstständigkeit einzuschränken. Vor fast 50 Jahren wurde dieses Konzept unter dem Namen Denner Satellit bekannt und vor wenigen Jahren in Partner umbenannt. In den heute schweizweit 270 Denner Partnern gibt es ein breites Grundangebot an Artikeln aus dem Denner-Sortiment. Die einzelnen Unternehmer haben aber die Möglichkeit, regionale Artikel wie Brot vom Dorfbeck, Honig vom Imker oder Käsespezialitäten aus der lokalen Chäsi ins Sortiment zu nehmen. «Wir starten vorerst mit dem Grundangebot», sagt Sokol Ramadani. «Ich will zuerst meine Kunden kennenlernen und zuhören, welche regionalen Artikel sie gerne bei uns einkaufen möchten.» In den vergangenen Wochen hat Sokol Ramadani in der mit Unterkulm vergleichbaren Partner-Filiale Erlinsbach die Abläufe und die Denner Philosophie kennengelernt. Nun ist er in seinem eigenen Geschäft. Bis zum Start gibts noch einiges zu tun. Reinigen, bestellen, Ware einräumen ... bis zum Start in wenigen Tagen wird alles tipptopp sein.
Wiedereröffnung am 20. Mai
Nach viermonatigem Unterbruch eröffnen Sokol Ramadani und seine fünf Angestellten am 20. Mai um 8 Uhr das Geschäft. Im Januar blieb der Denner in Unterkulm ohne Vorwarnung plötzlich geschlossen. Aus der Denner Zentrale ist nur zu erfahren, dass sich die vormaligen Eigentümer aus persönlichen Gründen zurückzogen. Und auch Ramadani kann dazu nichts sagen. «Ich weiss nichts über meine Vorgänger. Aber ich schaue sowieso nach vorne. Ich freue mich riesig. Und ich hoffe, dass die Kundschaft rasch merkt, dass wir wieder offen haben und sich freut, wieder im Dorf einkaufen zu können.» Zur Wiedereröffnung gibts an den ersten drei Tagen 10 Prozent Rabatt auf das ganze Sortiment (mit den üblichen Ausnahmen). Und am Samstag, 23. Mai, gibts eine Bratwurst mit Brot und Getränk für zwei Franken. Eine gute Gelegenheit, den Denner Partner und Sokol Ramadani mit seinem Team kennenzulernen.
Roland Marti