«Ich brauche eine Pause»
07.05.2026 SportPascal Meier, seit 7 Jahren Coach der Herren von Lok Reinach, schaffte mit seinem Team nach nur einer Saison den Wiederaufstieg in die Nationalliga B. Kurz nach Saisonende stellte er sich den Fragen des Wynentaler Blattes.
Wynentaler Blatt: Wie würden Sie die Saison 2025/2026 Ihres Teams in wenigen Sätzen zusammenfassen?
Pascal Meier: Wir haben eine sehr gute Qualifikation gespielt, in der es manchmal auch etwas zu einfach ging und uns war bewusst, dass wir auf die Playoffs hin mehr gefordert werden, und so war es dann auch. Wir konnten in den wichtigen Momenten nochmals zulegen, und das war der wichtige Schlüssel zum Erfolg. Der Aufstieg war die Konsequenz einer tollen Leistung über die ganze Saison hinweg. Natürlich braucht es auch ein wenig Glück, welches wir uns aber auch erarbeitet haben.
Welches waren die Meilensteine?
Ein geplanter Meilenstein war, für möglichst viele Spiele in den Playoffs das Heimrecht zu erspielen, was uns mit Platz 1 auch sehr gut gelungen ist. Rückwirkend kommt man aber nicht über Playoff-Spiel 4 gegen Emmen hinweg. Da haben wir mit dem Rücken zur Wand unser bestes Spiel der Saison gespielt. Das Selbstvertrauen nach diesem Spiel hat uns bis zum Aufstieg getragen.
Wodurch zeichnete sich Ihr Team besonders aus? Und welches waren die Schwächen, an denen Sie zukünftig arbeiten wollen?
Wir haben einen grossen Drang, immer zu gewinnen. Sei es im Playoff-Final oder beim Fussball im Warmup, das macht keinen Unterschied. Dazu kommt, dass wir den Teamgedanken sehr ausgeprägt leben, auf aber vor allem neben dem Feld.
Im Unihockey werden Fehler mit dem Ball sehr schnell bestraft. Zum Teil waren wir zu ungeduldig und haben Spielzüge zu erzwingen versucht. Dadurch sind Fehler entstanden, die in Kontersituationen endeten. Wir müssen versuchen, in Zukunft noch mehr Geduld mit dem Ball zu haben und die Eigenfehlerquelle möglichst gering zu halten.
Nun ist der Aufstieg Tatsache. Wie wird gefeiert? Sind neben der grossen Party im Saalbau auch noch teaminterne Feiern geplant?
Ein grosser Teil der Mannschaft bestreitet noch eine kleine Abschlussreise. Ort und Datum werden an dieser Stelle nicht verraten, um die Spieler zu schützen.
Wir haben uns dieses Jahr bewusst gegen eine eigene Party entschieden und wollten unser Saisonabschlussfest mit der ganzen Lok-Familie teilen. Wir hatten auch dieses Jahr wieder das Privileg, von zahlreichen Zuschauern unterstützt zu werden und wollten uns auf diese Weise revanchieren und Danke sagen.
Kann man schon etwas zum Kader der kommenden Saison sagen?
Es wird sicherlich Veränderungen geben. Mein Wunsch wäre, dass das Gros zusammenbleibt und wir uns punktuell verstärken könnten. Im Moment ist es aber noch zu früh, genauere Aussagen zu machen. In der zweiten Maiwoche finden zudem noch Sichtungstrainings statt, um allfällige Neuverpflichtungen zu testen.
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, welcher wäre das?
Ich gehe davon aus, dass sich der Wunsch auf Lok Reinach beschränkt. Dann wäre es sicherlich, dass wir in Zukunft wieder mehr junge Leute für unsere U-Mannschaften begeistern können. Wir sind auf guten Nachwuchs angewiesen, so dass wir langfristig in der NLB bestehen können.
Wie sieht ihr Fahrplan bis zum Start der nächsten Saison aus?
Ich werde mich vom Trainerposten zurückziehen und in der kommenden Saison das Amt des Sportchefs übernehmen. Ich brauche nach 7 Jahren als Coach eine Pause. Die Mannschaft wird nach ein paar Wochen Pause hoffentlich wieder voller Elan sein, um im Sommertraining die nötigen Grundlagen zu erarbeiten.
Pause oder Saisonstart? Worauf freuen Sie sich jetzt gerade mehr?
Ich freue mich im Moment mehr auf den Saisonstart. An Pause ist im Moment für mich nicht zu denken. Die Vorbereitungen für die neue Saison sind voll im Gange und bis wir ready sind, vergeht sicherlich noch einige Zeit.
Roland Marti

