HSC-Trainer nach Fehlstart beurlaubt
16.04.2026 SportDer in letzter Minute in die Playouts gefallene HSC Suhr Aarau legte vor eigenem Publikum gegen Handball Stäfa einen Fehlstart hin. Am Sonntag schafften die Stäfner in der Best-offive-Serie ein erstes Break. Ab Montag steht ein alter Bekannter neu an der Seitenlinie.
Gerade mal ...
Der in letzter Minute in die Playouts gefallene HSC Suhr Aarau legte vor eigenem Publikum gegen Handball Stäfa einen Fehlstart hin. Am Sonntag schafften die Stäfner in der Best-offive-Serie ein erstes Break. Ab Montag steht ein alter Bekannter neu an der Seitenlinie.
Gerade mal drei Punkte holten die Zürcher aus den 27 Spielen der Hauptrunde. Demgegenüber standen 14 Punkte auf dem Konto des HSC. So gingen die Aargauer als Favoriten und mit Heimvorteil in die erste Partie. Doch für die Playouts ist die ganze «Vorgeschichte» nicht mehr wichtig. Es zählt nur noch die Gegenwart.
Um drei Tore lag Stäfa in Front, als es nach 30 Minuten in die Pause ging. Wer sich im Handball auskennt, der weiss, dass so ein Rückstand schnell wettgemacht werden kann. Das hat auch der HSC Suhr Aarau im Verlauf der Saison mehrmals bewiesen. Entsprechend schrillten in der Aarauer Schachenhalle keine Alarmglocken und das Publikum – fast 900 an der Zahl – vertraute auf die Wende in der zweiten Hälfte.
Doch sie hofften vergebens, der Rückstand blieb während der gesamten zweiten Halbzeit bestehen und betrug mal vier, mal zwei Tore. Die Stäfner, angetrieben vom ansehnlichen und lautstarken eigenen Anhang, verteidigten ihre Führung geschickt. Sie liessen sich auch vom Ausschluss von Linard Martis
– bis dahin einer der Stäfner Leistungsträger – nicht aus dem Konzept bringen. Die hungrigen Zürcher glaubten weiter an ihre Chance, und auf der Gegenseite stand ein verletzungsbedingt limitiertes Team, dessen Selbstvertrauen immer mehr zu schwinden schien. Zweimal kam der HSC in der Schlussphase zwar noch auf ein Tor heran, zu mehr reichte es aber nicht. So stand am Ende das für Suhr Aarau unrühmliche 31:33 auf der Anzeige. Die Aargauer erhalten am Mittwochabend (nach Redaktionsschluss) in Stäfa die Chance auf sofortige Revanche. Gelingt diese nicht, kann Stäfa vielleicht schon am kommenden Sonntag um 17 Uhr, wieder in Aarau, die Serie für sich entscheiden und den HSC ins Elend der Nationalliga B stürzen. Noch ist es nicht soweit, aber eine Leistungssteigerung des HSC Suhr Aarau ist von Nöten.
Neue Impulse von der Seitenlinie
Wie am Montag bekannt wurde, hat die sportliche Leitung in Absprache mit dem Vorstand nach der Niederlage am Sonntag einen Wechsel auf der Trainerposition beschlossen und den aktuellen Trainer Aleksandar Stevic bis zum Ende der Playouts beurlaubt. Mit Urs Mühlethaler übernimmt per sofort ein erfahrener Trainer die Geschicke und soll der Mannschaft die nötigen Impulse geben, den Klassenerhalt zu schaffen. Unterstützt wird er dabei von Markus Berchten und Viran Morros. Urs Mühlethaler ist in Aarau bestens bekannt. Vor fast auf den Tag genau 27 Jahren führte er den Verein – damals noch unter dem Namen TV SuhrHandball – zum ersten Meistertitel und einem der grössten Erfolge in der Klubgeschichte.
Roland Marti
