Nachdem im letzten Frühling Susanne Heule als Leiterin des reformierten Kirchenchores Schöftland zurückgetreten ist, wurde der Chor aufgelöst mit dem Versprechen, für gewisse Projekte jeweils einen Ad-hoc-Chor zusammenzustellen. Und das wurde nun in den letzten ...
Nachdem im letzten Frühling Susanne Heule als Leiterin des reformierten Kirchenchores Schöftland zurückgetreten ist, wurde der Chor aufgelöst mit dem Versprechen, für gewisse Projekte jeweils einen Ad-hoc-Chor zusammenzustellen. Und das wurde nun in den letzten Wochen realisiert.
Die reformierte Kirche Schöftland füllte sich am vergangenen Sonntag zum Gottesdienst erfreulich. Dies dürfte zwei Gründe gehabt haben: Nachdem der Kirchenchor nicht mehr aktiv ist, stand der Auftritt eines Adhoc-Chors auf dem Programm. Zudem stellte sich Vikar Dominik Portmann vor, der für ein Jahr die praktische Ausbildung zum Pfarrer in Schöftland absolvieren wird. Er predigte das erste Mal in Schöftland, im Rahmen der diesjährigen Predigtreihe, die Paul Gerhardt gewidmet ist. Seit den 1980er Jahren hatte Schöftland keinen Vikar mehr. «Darum wollen wir zu ihm Sorge tragen, denn Leute von dieser Sorte gibt es viel zu wenige», so Pfarrerin Dörte Gebhard, die ihn vorstellte.
Mutige Dirigentin
Als sich der Ad-hoc-Chor formiert hatte, musste ein Dirigent, eine Dirigentin gefunden werden. Das ist nicht ganz einfach, denn die Chorleitung steht plötzlich vor einem Chor, den sie nicht kennt und muss mit ihm in kürzester Zeit bühnenreif werden. Angefragt wurde Galina Marx. Die ausgewiesene Chordirigentin ist 1973 in Weissrussland geboren und dort aufgewachsen. Seit 2011 wohnt sie in Zofingen und hat dort eine neue Heimat gefunden. Die ausgebildete Musiklehrerin bildete sich weiter als Musikpädagogin und hat inzwischen grosse Erfahrung im Chorwesen. Sie sagte auf Anfrage: «Mol, mol, wir singen!» Fünf Mal traf sie sich in der Folge mit ihrem neuen Chor, und nun traten sie auf und gestalteten mit Dominik Portmann und den Staffelbacher Landfrauen einen einzigartigen Erntedankgottesdienst, der mit Freuden aufgenommen wurde.
Sowohl die Zuhörer als auch die Ausführenden waren mit der Leistung dieses Ad-hoc-Chores sehr zufrieden. Nun löst sich der Chor wieder auf, und wenn wieder mal ein Projekt im Raume steht, formiert er sich neu.
Frieda Steffen