Der letzte Anbau des Spitals Menziken fand Anfang 1990 statt. Mit der Erteilung der Baubewilligung des Spitals lud der Gemeinderat Menziken zu einem Apéro. Dabei hatte man die Gelegenheit, sich auf das Erbe von Jakob Irmiger zu besinnen und mit dem Anbau eine Wertvermehrung des Erbes zu ...
Der letzte Anbau des Spitals Menziken fand Anfang 1990 statt. Mit der Erteilung der Baubewilligung des Spitals lud der Gemeinderat Menziken zu einem Apéro. Dabei hatte man die Gelegenheit, sich auf das Erbe von Jakob Irmiger zu besinnen und mit dem Anbau eine Wertvermehrung des Erbes zu realisieren. Damals war der Spitalverein mit den Vertragsgemeinden Besitzer der Immobilien, Ausstattung und des Betriebs des Spital Menziken. Die Vertragsgemeinden bezahlten erhebliche jährliche Beiträge an den Spitalverein und zusätzlich war der Kanton als wichtiger Geldgeber an den Investitionen beteiligt. Der Spitalbetrieb war nun erfolgreich bei der Versorgung unserer Bevölkerung.
Die Gründung einer Aktiengesellschaft Asana Group AG mit Spital Leuggern überraschte die Bevölkerung. Angeblich herrschte Goldgräberstimmung. Ich erwartete, dass ein grosses Aktionariat entstehen werde. Dies geschah nicht, denn man wollte nicht ein Aktionariat, das zu viel dreinredet. Man vermeldete den Vertragsgemeinden, dass sie in Zukunft keine Beiträge mehr zu leisten haben. Von den Gemeinden kam keine Reaktion, die waren froh, dass sie von der Beitragspflicht befreit waren. Nicht bemerkt haben die Vertragsgemeinden, dass sie ihres Miteigentums enteignet wurden. Der Spitalverein wurde alleiniger Besitzer der Spitalimmobilie und des Altersheims Falkenstein Häuser A und B.
Die Asana Group AG war nun Mieter des Spitalbetriebs. Da der Spitalbetrieb in den Folgejahren erhebliche Defizite erwirtschaftete, war das flüssige Eigenkapital mal aufgebraucht und die Aktiengesellschaft musste Geldgeber suchen.
Das Spital Leuggern hat sich von der Gruppe leise getrennt. Die Asana AG ist praktisch pleite und ein Sozialplan ist für die zu verabschiedenden Mitarbeiter/innen nicht finanzierbar.
Der Spitalverein Menziken unterstützt die Asana AG mit ansehnlichen Geldmitteln, um bis zum Ende den Spitalbetrieb aufrecht zu erhalten. Die ehemaligen Vertragsgemeinden verhalten sich bedeckt und schweigen. Der Spitalverein hat mit LUKS einen Mieter gefunden und den Vertrag abgeschlossen. Was mit der abtretenden Aktiengesellschaft geschieht, weiss man noch nicht.
Toni Iten, Menziken