Die öffentliche Hauptversammlung des Regionalverbands Suhrental im Restaurant Storchen Schlossrued verlief ohne Komplikationen.
Der Regionalverband Suhrental (RVS) als der Kleinste im Kanton umfasst die neun Gemeinden Hirschthal, Kirchleerau, Moosleerau, Schlossrued, ...
Die öffentliche Hauptversammlung des Regionalverbands Suhrental im Restaurant Storchen Schlossrued verlief ohne Komplikationen.
Der Regionalverband Suhrental (RVS) als der Kleinste im Kanton umfasst die neun Gemeinden Hirschthal, Kirchleerau, Moosleerau, Schlossrued, Schmiedrued, Staffelbach, Reitnau, Wiliberg und Schöftland. «Die Anforderungen an die Gemeinden steigen, der Dialog wurde intensiviert, zentrale Zukunftsthemen aufgenommen und konkrete Schritte zur stärkeren Zusammenarbeit angestossen», ist dem Jahresbericht von Präsidentin Katrin Burgherr zu entnehmen. Wichtige Impulse setzt der Regionalverband in regionale Entwicklung und Gesundheitsversorgung. Letztere kristallisiert sich als zentrales Thema heraus. Aufgrund des demografischen Wandels ist in den nächsten Jahren mit einem steigenden Bedarf an Pflegeleistungen zu rechnen. Unter Druck stehen bestehende Strukturen. Insbesondere bei der hausärztlichen Versorgung besteht Handlungsbedarf. Die am 20. August stattfindende Veranstaltung mit dem Thema «Gesundheitsversorgung in der Region im Suhrental und Ruedertal» untermauert entschlossenes Handeln seitens RVS.
Alle Mitgliedsgemeinden stimmten im letzten Jahr dem Mehrwertabgabenreglement im Bereich der Raumplanung zu. Zur konkreten Ausgestaltung und Mittelverwendung ergibt sich ein Handlungsspielraum. Im Rahmen des kantonalen Mehrjahresprogramms «Natur 2030» steht mit dem Landschaftsentwicklungsprogramm (LEP) ein strategisches, auf Freiwilligkeit basierendes Koordinationsinstrument für Gemeinden, Land- und Forstwirtschaft zur Verfügung. Das Programm umfasst die Themen Siedlung, Gewässer, Infrastrukturen, Landwirtschaft und Wald.
Daneben werden der Nachhaltigkeit hinsichtlich Klimaentwicklung, der Lichtverschmutzung sowie dem Trinkund Grundwasser immense Bedeutung unter Berücksichtigung von Biodiversität, Erholung und Kultur beigemessen. Die LEP-Webseite www.lep-aargau.ch darf als Leitfaden betrachtet werden. Victor Conderau stellte via Internet die Funktionalität an der RVS-Hauptversammlung vor. «Das LEP dient als fachliche Grundlage für die koordinierte Planung und nachhaltige Entwicklung der Landschaft in der Region», heisst es auf der ersten Seite. Das Finanzierungsportal zeigt auf, wie Gemeinden Sponsoren, Geldgeber oder Fonds anzapfen können. «Man müsse das Geld nur abholen» meinte Victor Conderau dazu.
Als Jahres- und Legislaturziele nannte Vizepräsident Francisco Baños neben der Gesundheitsversorgung die strategischen Schwerpunkte Raumplanung, Arbeitszonen fördern, regionale Infrastruktur, Zusammenarbeit und die Zukunft der Geschäftsstelle. Der Mitgliederbeitrag für Vollmitglieder bleibt unverändert bei 8 Franken pro Einwohner, obwohl die Jahresrechnung 2025 mit einem Aufwandsüberschuss von 5949 Franken schloss. Erfreulicherweise hat der Grosse Rat ab dem Jahr 2026 einen höheren Zuschuss in Aussicht gestellt und mit dem Eigenkapital von 111’825 Franken, Stand 31. Dezember 2025, ist ausreichend Polster vorhanden. Am 31. August findet unter dem Motto «Dein Weg in die Zukunft beginnt hier» in der alten Turnhalle Schöftland der traditionelle Lehrstellenparcours statt.
Alfred Weigel