Der «Genuss zu Fuss» bei schönstem Herbstwetter wurde zum Genuss für alle Sinne: Essen, Trinken, Musik und Geschichten hören, die wunderschöne Landschaft geniessen und ohne Hast und Hektik die Geselligkeit pflegen. Um dies zu bieten, nehmen ...
Der «Genuss zu Fuss» bei schönstem Herbstwetter wurde zum Genuss für alle Sinne: Essen, Trinken, Musik und Geschichten hören, die wunderschöne Landschaft geniessen und ohne Hast und Hektik die Geselligkeit pflegen. Um dies zu bieten, nehmen Landwirtschaftsbetriebe und Gemeinderat viel Vorbereitung, Arbeit und Mühe in Kauf. Dafür dankten ihnen alle Teilnehmenden, die nur hinsitzen und geniessen durften.
Zum neunten Mal fand in Schlossrued ein «Genuss zu Fuss» statt. Auf der rund siebeneinhalb Kilometer langen Genuss-Wanderung durch die herbstlichen Auen und Wälder warteten die verschiedenen Gänge, vom Frühstück bis zum Dessert, an verschiedenen, liebevoll vorbereiteten Stationen.
Überraschungen noch und noch
Start war auf der Oberen Burg, wo die Kulturkommission «Schlossrued läbt» mit Speck- und Butterzopf aufwartete. Dazu konnten die Besucher in einem «Gschechte-Egge» verweilen und Interessantes erfahren. Dann ging es weiter zum Hinternack und damit zur Vorspeise. Eine feine Kürbissuppe war hier gekocht worden. Oder wer mochte, nahm sich einen Gemüse-Dip auf Hummus oder Tzatziki. Das konnte im Freien an langen Tischen verspiesen werden, während David Hänggi auf seinem Akkordeon muntere, fröhliche Tischmusik spielte, mit einem Touch Frankreich.
Nach einer wunderschönen, zeitweise ziemlich steil abfallenden Wanderung auf den Hügeln des Ruedertales mit einer fantastischen Weitsicht über das ganze Tal wartete Gemeinderat Markus Bolliger mit seiner Familie auf hungrige Gäste. Hier gab es Hörnli mit Ghacketem oder Chäshörnli, beides serviert mit Apfelmus. Die kleineren Kinder konnten hier nach Herzenslust sändele. Bergabwärts, in vielen Windungen, ging es dann zur letzten Attraktion des Tages, zum Dessert.
Dieses wurde im Klack, bei der Familie Marti-Hochuli kredenzt. Müde, aber glücklich konnte sich hier jedermann zu Tisch setzen und wurde aufmerksam und freundlich bedient, mit leckeren Torten, feinem Kuchen und seidiger Creme. Für die Kinder standen auf einem separaten Platz kleine Traktoren bereit, die rege gefahren wurden. Passend zum idyllischen Bild passte ein dekorativ gestalteter Brückenwagen und ein altes Holzrad, gefüllt mit allerlei Erzeugnissen des Herbstes, bewacht von einem sanftmütigen Hofhund. Zwei Alphornbläser ergänzten die ländliche Szenerie auf urchige Art.
Frieda Steffen