Bei Notlagen wie Hochwasser oder Stromausfall sind Gemeinderäte stark gefordert. Sie müssen schwierige Entscheidungen treffen. Immerhin: Sie sind dabei nicht allein.
(Eing.) Nach den letzten Wahlen haben in vielen Gemeinden der Region neue Behördenmitglieder ihr Amt ...
Bei Notlagen wie Hochwasser oder Stromausfall sind Gemeinderäte stark gefordert. Sie müssen schwierige Entscheidungen treffen. Immerhin: Sie sind dabei nicht allein.
(Eing.) Nach den letzten Wahlen haben in vielen Gemeinden der Region neue Behördenmitglieder ihr Amt übernommen. Das Regionale Führungsorgan und die Zivilschutzorganisation aargauSüd haben nun die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte über das Vorgehen im Krisenfall informiert. Dazu gab es einen Behörden-Apéro in der Zivilschutzanlage in Reinach.
Ein regionaler Krisenstab für die Gemeinden
Das Regionale Führungsorgan berät und unterstützt die Behörden in Krisenfällen. Es besteht aus Fachleuten von Polizei, Feuerwehr, Zivilschutz, Gesundheitswesen, Strom- und Wasserwerken und mehr. Das Miliz-Gremium steht den Gemeinden bei grösseren Ereignissen zur Seite, arbeitet quasi als regionaler Krisenstab.
Ein Einsatz ist nicht unwahrscheinlich. Im Aargau gelten knapp 20 Szenarien als grosses Risiko – vom Unterbruch des Mobilfunks über den Chemie-Unfall bis zum Sturm. In solchen Fällen braucht es eine koordinierte Führung verschiedener Rettungsorganisationen über Gemeindegrenzen hinweg.
Viele Fragen aus den Gemeinden
Am Behörden-Apéro gab es neben einer Führung und Referaten vor allem einen intensiven Austausch, begleitet von einem Imbiss aus der Zivilschutz-Küche. Die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte zeigten sich froh darüber, dass sie im Krisenfall auf ein kompetentes Team zählen können.
Grundsätzlich ist die Region gut gerüstet. Dass es aber auch noch Optimierungsbedarf gibt, zeigte sich beim Rundgang durch den unterirdischen Kommandoposten Meyermatt in Reinach. Die Zivilschutzorganisation hat hier Fahrzeuge und Geräte zum Beispiel für die Bekämpfung von Hochwasser eingelagert. Aber auch das Regionale Führungsorgan nutzt die Anlage, um im Krisenfall von hier aus Rettungseinsätze koordinieren zu können.
Klar ist: Die Verantwortung für Entscheidungen liegt immer bei der Politik. Dessen sind sich die neu gewählten Gemeinderätinnen und Gemeinderäte nach dem Anlass noch stärker bewusst geworden. Einige haben denn auch bereits nach persönlichen Treffen gefragt, da sie die Krisenresistenz ihrer Gemeinden im Detail besprechen wollen. Den neu gewählten Behörden ist offensichtlich bewusst, wie wichtig die Sicherheit für die Bevölkerung im Wynen- und Seetal ist.