Vergangene Woche gab es im Schöftler Wald eine Familienfeier. Rund 90 Eltern haben mit ihren Kindern bei der Baumpflanzaktion 2026 einen Baum gepflanzt. Ein gemeinsames Grillieren rundete die gemeinschaftliche Aktion ab.
Währenddessen die Mutter noch die letzte Erde beim frisch ...
Vergangene Woche gab es im Schöftler Wald eine Familienfeier. Rund 90 Eltern haben mit ihren Kindern bei der Baumpflanzaktion 2026 einen Baum gepflanzt. Ein gemeinsames Grillieren rundete die gemeinschaftliche Aktion ab.
Währenddessen die Mutter noch die letzte Erde beim frisch gepflanzten Baum andrückte, erzählte der grosse Bruder eines Neugeborenen stolz: «Ich habe hier vorne auch einen Baum. Der ist aber noch nicht so viel gewachsen.» Gleichzeitig versuchte er mit seinen Händen das ungefähre Wachstum seines Baums zu zeigen.
In knapp einer Stunde wurden 25 Linden und 75 Spitzahorn von den Eltern gepflanzt. «Wir haben noch einige Bäume als Reserve. Falls ein Geschwisterchen auch einen Baum pflanzen möchte», erzählte Leon Gsell Forstbetriebsleiter Suhrental-Ruedertal. Es seien klimaresistente Baumarten, verriet der Förster. Die Aktion ist gewinnbringend für alle. Patrick Müller vom Gemeinderat Schöftland hielt fest: «Mit jedem gepflanzten Baum schenken wir den Kindern nicht nur ein Symbol für Wachstum und Leben, sondern auch einen ganz konkreten Ort. Einen Ort, der sie vielleicht ein Leben lang begleiten wird.» Gleichzeitig profitieren Wald und Klima von den jährlich gepflanzten Jungbäumen.
Bereits die 2. Generation
Die erste Baumpflanzaktion gab es im Jahr 1994. Inzwischen sind bereits Eltern mit ihren Kindern hier, für die selbst einmal ein Baum gepflanzt wurde. Damals wie heute ist die Aktion auch damit verbunden, den Menschen den Wald näherzubringen. «Der Standort des Baumes kann eine Begegnungsstätte werden, mit der Natur, mit Erinnerungen und vielleicht auch mit anderen Menschen», sagte Patrick Müller. Eben solche Erinnerungen wurden an diesem frühen Donnerstagabend erschaffen. Ganze Familien kamen zum Anlass. So auch Gerald Magnin mit seinen Enkelkindern. Er war selbst 25 Jahre beim Forstbetrieb Suhrental und Ruedertal tätig. Seit letztem Oktober geniesst er seine Pension. «Heute bin ich als Grosspapi hier», erzählte er mit einem breiten Schmunzeln im Gesicht. Er habe für alle Enkel hier im Wald einen Baum gepflanzt. Diesmal bereits für den dritten Enkel.
Nach dem speditiven Pflanzen haben die stolzen Eltern und Grosseltern den Moment in zahlreichen Fotos festgehalten. Beim gemeinsamen Essen konnten die Familien dazu eingeladen, sich, umgeben von frischer Waldluft und Idylle, zu stärken und den Anlass gemütlich ausklingen zu lassen.
Janine Flückiger