Die Verantwortlichen wussten scheinbar seit Langem, dass die Weiterführung des Spitalbetriebes aus verschiedenen Gründen zunehmend gefährdet war. Warum suchte man da nicht das Gespräch mit den Gemeinden, mit der Politik und vor allem mit der Bevölkerung? Warum wurden wir ...
Die Verantwortlichen wussten scheinbar seit Langem, dass die Weiterführung des Spitalbetriebes aus verschiedenen Gründen zunehmend gefährdet war. Warum suchte man da nicht das Gespräch mit den Gemeinden, mit der Politik und vor allem mit der Bevölkerung? Warum wurden wir alle – Angestellte und Bevölkerung – am 25. Juni vor vollendete Tatsachen gestellt? Es gebe keine Alternativen, wurde behauptet. Die Öffentlichkeit wurde richtiggehend überrumpelt: Warum wurde eine regelrechte Schockstrategie angewandt? Wie konnte Regierungsrat Gallati am 25. Juni im Wynentaler Blatt sagen: «Wir setzen auf die Regionalspitäler», obwohl er der Schliessung des Spitals in Menziken bereits zugestimmt hatte? Warum setzen sich eigentlich unsere Grossräte und die Gemeinden nicht mehr für unser Spital ein? Nun scheint es keinen Sozialplan für die Angestellten zu geben und auch das gesetzlich vorgeschriebene Konsultationsverfahren wurde nicht regelkonform durchgeführt. Nicht einmal Gespräche finden statt. Doch unser Spital ist nicht irgendeine private Fabrik, kein Unternehmen, das man von heute auf morgen schliessen kann. Es ist eine Institution der Allgemeinheit, des öffentlichen Wohls. Es gehört deshalb in die öffentliche Hand zurück: Die Gemeinden müssen sich wieder am Spital beteiligen und ihren Beitrag für das Gesundheitswesen im Wynental leisten.
Nehmen wir doch das Heft in die Hand und engagieren uns gemeinsam für unser Spital! Es gibt immer Alternativen.
Ulrich Meister, Menziken