Der Weg in die Super League ist kein einfacher, das kennt auch der FC Aarau aus der Vergangenheit. Entweder waren es grosse Finalspiele, die verloren gingen, oder man liess unterwegs Punkte liegen, wo man sie eigentlich nicht liegen lassen sollte. So könnte das Heimspiel gegen Etoile Carouge ...
Der Weg in die Super League ist kein einfacher, das kennt auch der FC Aarau aus der Vergangenheit. Entweder waren es grosse Finalspiele, die verloren gingen, oder man liess unterwegs Punkte liegen, wo man sie eigentlich nicht liegen lassen sollte. So könnte das Heimspiel gegen Etoile Carouge ein solches Schlüsselspiel gewesen sein.
Natürlich ärgerte man sich nach dem Spiel am Dienstagabend über den völlig überforderten Schiedsrichter Alessandro Dudic, der ein Handspiel des Genfer Torhüters ausserhalb des Sechzehners nicht als solches abgepfiffen hatte. Natürlich hätte man die Intervention von David Acquah, die zum ersten Penalty und zum 1:2 führte, auch als sauberes Tackling bewerten können. Natürlich hätte der Schiri auch sehen können, dass beim zweiten Penalty der Genfer auf den Fuss des Torhüters getreten ist. Und natürlich erreicht die destruktive und die auf Zeitspiel ausgerichtete Spielweise von Etoile Carouge höchstens das Niveau einer Grümpelturniermannschaft. Das alles täuscht aber nicht darüber hinweg, dass es dem FC Aarau gegen ambitionslose Gegner selten gelingt, das Zepter in die Hand zu nehmen und dominant aufzutreten.
Offensive zog einen Ruhetag ein
Das gilt übrigens auch für das Auswärtsspiel, das noch vor Ostern in Rapperswil über die Bühne gegangen war. Zwar gelang es dem FC Aarau dank der Qualität in der Offensive einen knappen 5:4-Sieg zu erzielen, aber auch in der Ostschweiz liess der FCA die Überlegenheit eines Aufstiegsaspiranten über weite Strecken vermissen.
Und im Spiel zuletzt gegen Etoile Carouge zogen Schlüsselspieler wie Shkelqim Vladi oder Valon Fazliu auch noch einen Ruhetag ein, Linus Obexer gelang überhaupt nichts und an Elias Filet und Dorian Derbaci lief das Spiel völlig vorbei. Klar, darf man sich über ein ohne VAR überfordertes Schiedsrichtergespann ärgern, aber die Fehlersuche muss in den eigenen Füssen beginnen, über die man letztlich gestolpert ist. Wie verzweifelt die Situation auch dem Trainer Brunello Iacopetta erscheinen musste, zeigte sich bei einem der Spielerwechsel: Der alternde Raul Bobadilla sollte es in der Schlussviertelstunde richten. Immerhin konnte sich der ebenfalls eingewechselte Daniel Afriyie mit dem zwischenzeitlichen 1:1 auszeichnen.
Lange kann der FC Aarau seine Wunden nicht lecken. Soll der Rückstand auf den FC Vaduz nicht noch grösser werden (aktuell 3 Punkte) muss am kommenden Samstag gegen das Tabellenschlusslicht Bellinzona eine deutliche Reaktion zu sehen sein. Anpfiff ist um 18 Uhr, falls der Car nicht im Stau stecken bleibt.
Remo Conoci