Nach einem Jahr Bauzeit und damit verbundenen Entbehrungen im Kindergartenprovisorium konnte der um- und ausgebaute Kindergarten wieder bevölkert und eingeweiht werden – ein Freudentag für Jung und Alt. Der verantwortlichen Baukommission und dem Architektenteam wurde von ...
Nach einem Jahr Bauzeit und damit verbundenen Entbehrungen im Kindergartenprovisorium konnte der um- und ausgebaute Kindergarten wieder bevölkert und eingeweiht werden – ein Freudentag für Jung und Alt. Der verantwortlichen Baukommission und dem Architektenteam wurde von verschiedener Seite gratuliert zum gelungenen Werk.
Frau Gemeindeammann Irene Bärtschi durfte am vergangenen Donnerstag zu einem erfreulichen Anlass begrüssen: Nach einer Bauzeit von einem Jahr konnte der modernisierte und vergrösserte Kindergarten bei Prachtswetter feierlich eingeweiht werden. 2024 hatte die Gemeinde einen Kredit von 1,69 Mio. Franken gesprochen, und dieser konnte – trotz Mehraufwand, welcher sich im Laufe der Bauarbeiten ergab – eingehalten werden, wie Irene Bärtschi betonte. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Gemeinderatsmitgliedern, Schulleitung, Kindergärtnerinnen, Hauswart und den beiden Architekten Reto und Marco Rüfenacht (Fierz Rüfenacht Architekten AG), wurde zusammengestellt, angeführt vom damaligen Gemeinderat Markus Goldenberger, welcher per 1. Januar von Georges Brandenberg abgelöst wurde. Beschlossen wurde eine umfassende Sanierung, das heisst, dass alles herausgerissen und auf Rohbau neu erstellt wurde. Es wurde dabei nicht nur saniert, sondern auch die erforderliche Erweiterung realisiert, Raum für Zusatzaufgaben. Eine kleine Teeküche dient vor allem den Mitarbeitenden, darin kann aber auch mit den Kindern gebacken und gekocht werden. Ein weiterer Raum wurde ebenfalls mit elterngerechten Stühlen ausgestattet, er wird Zusammenkünften und Elterngesprächen dienen.
Der 1. Teil des Kindergartens wurde 1971 erbaut, 2001 erfolgte der 2. Teil und 2006 wurde der Talbach saniert. Inzwischen genügte der Kindergarten den Anforderungen nicht mehr, und es fehlte an Raum. Zudem sollten der Innen- und Aussenbereich miteinander verknüpft sowie eine energetische Sanierung realisiert werden. Materialräume gibt es neu auch im Aussenbereich.
Auf Details geachtet
Die beiden in dezenten Farben – ideal, damit die Kinder die Wände farblich gestalten können – gehaltenen Haupträume sind identisch bis auf die Heizung. Während im Neubau Bodenheizung ermöglicht wurde, wird der alte Teil aus Kostengründen weiterhin mittels Radiatoren beheizt. Neben den für Kindergärten üblichen Einrichtungen, unter anderem mit Lavabos, gibt es in beiden Räumen einen über ein Treppchen erreichbaren erhöhten Raum, ein architektonisches Kleinod. Ziel war, eine behagliche Atmosphäre zu schaffen, wo sich die Kinder – nach einem Jahr Provisorium – wohl und geborgen fühlen können. Dabei wurde der Fokus auch auf die Akustik gerichtet. Auffallend ist, dass die Räume viel Tageslicht erhalten.
Die Fensterfront zum teilweise überdachten Aussenbereich ist durgehend. Auch bei warmem, aber feuchtem Wetter können die Kinder sich draussen aufhalten. Dort stehen ebenfalls neue Spielgeräte, und – nicht zu vergessen –, der Talbach grenzt an das Areal. Unter rigorosen Sicherheitsvorkehrungen und Aufsicht ist es im Sommer somit auch möglich, am Wasser zu spielen.
Grosses Interesse bekundet
Zur Einweihung konnte Irene Bärtschi zahlreiche Besucher begrüssen, die sich einen Augenschein vom Neubau nehmen wollten. Neben den Erklärungen des Architekten, Reto Rüfenacht, formierten sich die Kinder, die ab sofort in diesem kleinen Paradies wirken können, zu einem Chor zusammen und erfreuten die Gäste mit dem bekannten Liedchen: «Wie maches denn die Murerslüt? – Und e so mache si’s…»
Die Schulleiterin, Rebekka Glanzmann-Eichenberger, erinnerte sich zurück an die Anforderungen, die im Zusammenhang mit dem Provisorium auf Kinder und Lehrerinnen zukam. Ins WC mussten sie über den Schulplatz ins Schulhaus. Die Schulleiterin hat das Büro gleich neben dem Eingang zum WC und hörte ab und zu «s Füdli putze!». Ein Junge platzte regelmässig in ihr Büro rein und meldete sich an. Als nun der Neubau bezogen werden konnte, durften alle endlich aufatmen.
Frieda Steffen