Ein neuer Sportplatz für alle
28.05.2026 ReinachAn der Rechnungsgemeindeversammlung vom 9. Juni steht neben den üblichen Traktanden auch die Sanierung der Sportanlage Moos auf dem Programm. Sie entspreche nicht mehr den Vorgaben, erklärt der Gemeinderat.
Am 9. Juni können die Reinacherinnen und Reinacher ...
An der Rechnungsgemeindeversammlung vom 9. Juni steht neben den üblichen Traktanden auch die Sanierung der Sportanlage Moos auf dem Programm. Sie entspreche nicht mehr den Vorgaben, erklärt der Gemeinderat.
Am 9. Juni können die Reinacherinnen und Reinacher wieder direkten Einfluss auf die Geschehnisse in ihrer Gemeinde nehmen. Die Rechnungs-Gemeindeversammlung bietet neben der Jahresrechnung und dem Rechenschaftsbericht einige Punkte, die den Souverän einen guten Batzen kosten.
Das Schulhaus Neumatt in Reinach sollte eigentlich umfassend saniert werden. So zumindest lautete der ursprüngliche Plan. Doch nun sollen die Akustikdecken und Elektroverteilungen vorgezogen werden. «Die Sanierung wurde bis auf weiteres zurückgestellt», schreibt die Gemeinde in der Einladung zur Gemeindeversammlung.
«Wenn wir die Elektroverteilungen ändern, dann macht es Sinn, die Akustikdecken auch gleich zu erneuern», erklärt Gemeindeammann Jules Giger. Sonst müsse man die Arbeit doppelt machen, was zu höheren Kosten führen würde. Für diese Arbeiten beantragt der Gemeinderat einen Verpflichtungskredit von 300’000 Franken beim Souverän. 240’000 Franken sind für die neuen Akustikdecken geplant, während die restlichen 60’000 Franken für den Ersatz der Elektroverteilungen vorgesehen sind.
Kunstrasen für den Fussball
Ein weiterer Verpflichtungskredit wird für die Sanierung der Sportanlage Moos mit Kunstrasen beantragt. «Wer auf der Sportanlage war, der weiss, wie uneben diese ist», sagt Jules Giger mit einem Schmunzeln. Daher müsse diese saniert werden. Der FC Menzo-Reinach spielt aktuell mit einer provisorischen Spiellizenz. Diese erhielt der Club mit der Unterstützung des Aargauischen Fussballverbandes. «Für die provisorischen Lizenzen war jeweils entscheidend, dass ein entsprechendes Sanierungsprojekt in Erarbeitung ist», heisst es in der Botschaft der Gemeinde. Erfolgt die Sanierung nicht zeitnah, so kann es sein, dass keine Meisterschaftsspiele mehr auf der Sportanlage Moos stattfinden können. Ausserdem zeigen die Beleuchtungsanlagen erhebliche Mängel, was eine Sanierung dieser unumgänglich macht.
Unterstützt wird das Projekt durch den Swisslos-Sportfonds. Dazu muss aber bis Ende 2027 eine Baubewilligung vorliegen. «Diese Unterstützung erhalten wir, weil wir fünf Damen-Mannschaften haben», betont Jules Giger. Denn Bedingung der Förderung von Swisslos sei gewesen, dass auch die Damen auf dem neuen Platz spielen und trainieren können. Doch nicht nur der Fussball würde von der Sanierung profitieren. Die Sportanlage wird ausserhalb der Trainingszeiten fleissig von Kindern und Jugendlichen genutzt, um miteinander zu spielen und auch andere Vereine nutzen die Fläche. So wäre eine Sanierung der Sportanlage etwas, das allen zugute kommt, ist der Gemeinderat überzeugt.
Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf 3’330’000 Franken. «Es darf mit einem Unterstützungsbeitrag aus dem Swisslos-Sportfonds von 25 Prozent der anrechenbaren Kosten bzw. maximal 400’000 Franken gerechnet werden», schreibt die Gemeinde in ihrer Botschaft.
«Auf eine sofortige Erneuerung des sanierungsbedürftigen Garderobengebäudes wird aus finanziellen Gründen vorerst verzichtet», heisst es weiter. Ein Neubau zu einem späteren Zeitpunkt sei aber problemlos möglich.
Darum ist die Tennishalle teurer
Neben diesen anstehenden Ausgaben für die Infrastruktur der Gemeinde steht die Kreditabrechnung der Sanierung der Tennishalle auf den Traktanden. Der Kredit von 1’625’000 Franken wurde im November 2020 bewilligt. Bei der Abrechnung zeigt sich eine Überschreitung von 170’518.75 Franken. Die Gemeinde begründet die Überschreitung damit, «dass sich in der weiteren Projektbearbeitung gezeigt hat, dass der Einfangsbereich wärmetechnisch kaum zu sanieren gewesen wäre und zudem insgesamt zu klein ausfiel.» Aus diesen Gründen erstellte man einen zusätzlichen Anbau.
Wie die Reaktionen zu diesen Anträgen sind, wird sich an der Gemeindeversammlung am 9. Juni zeigen.
Melanie Köchli

