Rund 150 Personen folgten der Einladung der Gemeinde Menziken zum Menzo Treff. Der seit 2011 jährlich stattfindende Anlass dient dem ungezwungenen Meinungsaustausch.
Der Einstieg war musikalischer Natur. Das Jugendblasorchester eröffnete den Abend rockig, ...
Rund 150 Personen folgten der Einladung der Gemeinde Menziken zum Menzo Treff. Der seit 2011 jährlich stattfindende Anlass dient dem ungezwungenen Meinungsaustausch.
Der Einstieg war musikalischer Natur. Das Jugendblasorchester eröffnete den Abend rockig, anschliessend mit einem harmonischen Blues, um dann mit dem groovigen «Funky Town» in den offiziellen Teil überzuleiten.
Frau Gemeindeammann Ursula Friederich nutzte die Gunst der Stunde. Nach ihrer kurzen Begrüssung stellte sie ihr Kollegium einzeln vor. Schliesslich war es der erste öffentliche Anlass, an dem die aktuellen Gemeinderäte vollzählig zugegen waren. Dann übergab Friederich das Wort an den Gastreferenten Hauptmann Reto Eichenberger, seines Zeichens Kommandant der Feuerwehr Oberwynental.
Mit einem humorvollen Einstieg und eindrücklichen Zahlen gewährte Feuerwehrkommandant Reto Eichenberger spannende Einblicke in die Arbeit seines Korps.
Die Feuerwehr Oberwynental entstand 2014 aus mehreren Fusionen und betreut heute rund 20’000 Einwohner in vier Gemeinden. Zusätzlich übernimmt sie Spezialaufgaben im Bezirk Kulm sowie teilweise im Luzernischen. Dazu gehören Personenrettungen, Einsätze mit der Autodrehleiter oder dem mobilen Grosslüfter. Letzterer könne bis zu eine Million Kubikmeter Luft pro Stunde bewegen, erklärte Eichenberger: «Wenn man davorsteht, können die Backen schon etwas wackeln.»
Mit 114 Angehörigen der Feuerwehr erfüllt das Korps die kantonalen Vorgaben und rangiert als sechstgrösste Feuerwehr im Kanton. Darunter befinden sich auch 24 Frauen, die in sämtlichen Fachbereichen und Kaderstufen vertreten sind. «Wir investieren unsere Freizeit zugunsten der Bevölkerung», betonte Eichenberger. Besonders engagierte Mitglieder absolvierten bis zu 50 Übungen pro Jahr.
Beeindruckende Zahlen
Die Einsatzzahlen schwanken stark. Seit 2014 verzeichnete die Feuerwehr jährlich zwischen 75 und 113 Einsätze.
Besonders häufig seien Fehlalarme von Brandmeldeanlagen sowie sogenannte Tragehilfen für den Rettungsdienst. Erfreulich sei, dass grössere Brände oder schwere Verkehrsunfälle in den letzten Jahren selten gewesen seien. Gleichzeitig zeigte sich der Kommandant dankbar für die Unterstützung der Arbeitgeber, welche Feuerwehrleute während der Arbeitszeit für Einsätze freistellen. Ein wichtiger Meilenstein steht mit dem Bau des neuen Feuerwehrmagazins bevor. «Für mich ist das der letzte Schritt der Fusion», sagte Eichenberger.
Den Abschluss des formellen Teils bestritt nochmals das Jugendblasorchester, das unter anderem den zackigen Napoléon’s March und als Zugabe das Thema von Spiderman darbot.
Bei einem feinen, reichhaltigen Apéro und angeregten Gesprächen liessen die Menzikerinnen und Menziker den Abend ausklingen. Aktuelle Themen zum Diskutieren gab es beispielsweise mit dem Parkierreglement, der regen Bautätigkeit oder der Bewegungsaktion von Schweiz.bewegt ja mehr als genug.
Roland Marti