Bei herbstlicher Morgenstimmung trafen sich über einhundert Eltern mit ihren Kindern vor der Ortsbürgerhütte Ischlag in Menziken. Der beliebte Anlass fand bereits zum dritten Mal statt. Zu diesem mittlerweile traditionellen Anlass hatte die Gemeinde Menziken eingeladen. ...
Bei herbstlicher Morgenstimmung trafen sich über einhundert Eltern mit ihren Kindern vor der Ortsbürgerhütte Ischlag in Menziken. Der beliebte Anlass fand bereits zum dritten Mal statt. Zu diesem mittlerweile traditionellen Anlass hatte die Gemeinde Menziken eingeladen.
Der wunderschöne Brauch, einen persönlichen Baum für das eigene Kind zu setzen, wurde im Jahr 2024 im Rahmen der 975-Jahre-Feier der Gemeinde ins Leben gerufen. Menziken hat dafür im Vorfeld um die 160 Einladungen an Eltern verschickt, die in diesem oder im vergangenen Jahr Nachwuchs bekommen haben. Dass der Anlass auf grosses Interesse stiess, zeigte sich schon vor dem Start: Vor und um die Waldhütte staute sich ein beachtlicher vierrädriger Wagenpark. In outdoorbereiften Kinderwagen aller Klassen warteten die Kinder am Morgen noch ruhig mit ihren Eltern auf ihren Einsatz.
Klimaresistente Baumauswahl für die Zukunft
Nach der herzlichen Begrüssung durch den Gemeinderat Menziken und Christian Siegrist, Revierförster und Leiter des Forstbetriebs aargau-Süd, bewegten sich die Familien zum nahen Waldstück im Ischlag. Der Forstbetrieb aargauSüd hatte dafür ein Waldstück vorbereitet und bereits die Löcher für die Baumsetzlinge vorbereitet.
Unter fachkundiger Anleitung von Christian Siegrist konnten die Eltern einen Baum für ihr Kind auswählen.
Zur Auswahl standen Douglasien, Linden und der Spitzahorn. Siegrist verwies bei der Auswahl darauf, dass bewusst Rücksicht auf die steigenden Temperaturen des Klimas genommen wurde. Bei allen Bäumen handelt es sich um wärme- und temperaturresistentere Sorten.
Gemeinsames Anpacken und digitales Mitverfolgen
Ausgerüstet mit Handschuhen, Schaufeln und den jungen Bäumchen, formierten sich die Eltern bald zu Gruppen. Das schönste Plätzchen wurde ausgesucht, die vorbereiteten Löcher wurden begutachtet, nachgebessert, die Bäumchen gesetzt und mit einem Wildschutz umhüllt. Im Teamwork zwischen Erwachsenen und Kindern – unterstützt von Christian Siegrist und Christian Schweizer – wurden so 55 Setzlinge fachgerecht gepflanzt und mit Laubmulch zugedeckt. Nach dem Anlass erhielten die Eltern noch die genauen Koordinaten ihres gesetzten Baums. So kann das Wachstum des Familienbaums in den kommenden Jahren wunderbar mitverfolgt werden. Das Endergebnis im Wald kann sich wirklich sehen lassen.
Den Abschluss des stimmigen Morgens bildete ein geselliges Beisammensein. Feine Würste, grilliert von Res Mäder, und die besten Älplermagronen rundeten den gelungenen Anlass ab.
Dominique Rubin