In den vergangenen Wochen und Monaten geriet Menziken immer wieder in die negativen Schlagzeilen. Ein Eritreer soll mehrfach auf Personen los gegangen sein, eine Schülerin berichtete, ihr sei ein Mann mit Messer gefolgt. Die eingeleiteten Massnahmen der Behörden sind im Alltag ...
In den vergangenen Wochen und Monaten geriet Menziken immer wieder in die negativen Schlagzeilen. Ein Eritreer soll mehrfach auf Personen los gegangen sein, eine Schülerin berichtete, ihr sei ein Mann mit Messer gefolgt. Die eingeleiteten Massnahmen der Behörden sind im Alltag sichtbar.
Ebenfalls wurde dem Wynentaler Blatt gegenüber berichtet, Schüler hätten erzählt, dass ihnen auf dem Schulweg ein Auto gefolgt sei. Die Schilderungen sind glaubhaft, öffentlich bekannt wurden bisher zwei Verhaftungen, die in beiden Fällen den Eritreer angehen. Die Kantonspolizei hat teilweise erst spät von einer möglichen Bedrohung erfahren und teilt mit, im Fall der Schülerin sei eine Fahndung aufgenommen worden, die jedoch keine Ergebnisse brachte. Sprecher Bernhard Graser unterstreicht, Posts in Sozialen Medien seien nicht zielführend. Die Polizei sei sensibilisiert und werde vermehrt Kontrollen in der Region durchführen. Bei einem Ereignis sei unbedingt die Nummer 117 zu wählen und nicht der Weg über die Sozialen Medien.
Die Massnahmen sind nun sichtbar
In der Nähe der Schule sind immer wieder Fahrzeuge der Regionalpolizei zu sehen, zudem hat die Gemeinde Menziken die Firma Seetal Security aufgeboten, auf dem Gelände der Schulanlagen Präsenz zu markieren. Beim Alten Schulhaus hat das Wynentaler Blatt Martina Bolliger mit ihrem Cane Corso ‘Hektor’ getroffen. Während des ganzen Tages hätten die beiden patrouilliert, erklärte die Sicherheitsfrau: «Unsere Präsenz soll einerseits den Schülern und Lehrern ein Gefühl von Sicherheit geben und sie soll eine abschreckende Wirkung auf Leute haben, die Böses im Schilde führen». Auffälligkeiten habe sie bisher keine festgestellt. Gelegentlich werde sie von Schülern gefragt, warum sie hier ist und ob sie den Hund streicheln dürfen. Auch habe sie beobachtet, wie die grösseren Schüler den Kleineren mit Sprüchen Angst gemacht hätten, ein Mann sei gesehen worden, obwohl dem nicht so war. Sollte eine Person auffallen, halten die Sicherheitsleute den Verdächtigen oder die Verdächtige fest und alarmieren die Polizei.
Situation wird beobachtet
Die aktuellen Massnahmen sind bis zu den Herbstferien geplant. Der Gemeinderat prüft derzeit, ob sie weitergeführt werden soll. «Solange der Einsatz als notwendig und sinnvoll erachtet wird, soll dieser in geeigneter Form fortgesetzt werden», sagt Gemeindeschreiber Michael Schätti auf Anfrage. Über die konkreten Kosten nennt die Gemeinde keine Zahlen. Die Massnahme könne zu «sehr fairen Konditionen umgesetzt werden», hält Schätti fest und die damit verbundenen Kosten stünden aus Sicht des Gemeinderates in einem angemessenen Verhältnis zum erzielten Nutzen.
Remo Conoci