«Ein Fest der Freude und der Dankbarkeit»
21.05.2026 Suhren-/Rueder-/Uerkental, HirschthalBeim Kreisel an der Suhrentalstrasse in Hirschthal ist über die letzten zweieinhalb Jahre ein topmodernes Gebäude entstanden, hinter dem mehr steckt, als man auf den ersten Blick sieht. Am Wochenende vom 6. und 7. Juni öffnet die Familie Meier den Bau für das Publikum. ...
Beim Kreisel an der Suhrentalstrasse in Hirschthal ist über die letzten zweieinhalb Jahre ein topmodernes Gebäude entstanden, hinter dem mehr steckt, als man auf den ersten Blick sieht. Am Wochenende vom 6. und 7. Juni öffnet die Familie Meier den Bau für das Publikum. Dazu gibt es eine grosse «Meier-Feier» mit Musik von «ChueLee» am Samstag und einem «Buure-Brunch» am Sonntag.
«Ich habe schon etwa 40 Führungen durch den Gewerbepark gemacht», lacht Adrian Meier, den in Hirschthal alle freundlich «Adi» nennen. «Alle wollen wissen was sich hier drin abspielt.» Direkt beim Kreisel an der Suhrentalstrasse/Holzikerstrasse, lautend auf die Adresse «Neumattstrasse 1», ist ein sehr modernes und sehr grosses Gebäude entstanden, das einerseits den Gartenbau- und Tiefbau-Firmen der A. Meier AG Platz bietet, andererseits weitere Mieter beherbergt. Dazu gehören die Metzgerei Sandmeier, die Firmen H. Frey Bodenbeläge, Waser Works AG und SL Keramik, sowie die Büros des regionalen Sozialdienstes.
Remo Conoci
Am Bau ist die druckimprägnierte einheimische Weisstanne als Fassade erkennbar, der Bau wurde vom Schöftler Architekten Adrian Kiener entworfen und besteht aus drei Baukörpern; dem offenen Lager Nord, dem Hauptgebäude mit Büro- und Gewerberäumen und dem gedeckten Umschlagplatz. Auch ein grosses Salz-Silo gehört dazu. So viel zum Äusseren.
Erst ein Blick ins Innere des Gewerbeparks und ein Gespräch mit Adi Meier offenbart, was in diesem Gebäude vor allem steckt: Herzblut, man möchte sogar sagen: Liebe. Mehrmals täglich sei er die letzten zweieinhalb Jahre auf dem Bauplatz gewesen, erzählt der 49-jährige Unternehmer. Er kann über jeden Winkel erzählen, welche Ideen und Überlegungen dahinterstecken, welche Wünsche erfüllt wurden und vor allem, welches die Herausforderungen waren.
Sieben Jahre vom Planungsbeginn bis zur Fertigstellung
Von den Herausforderungen gab es einige, angefangen vor sieben Jahren, als Adi Meier sich mit seiner Ehefrau Manuela und der Familie zusammensetzte und einen Neubau erstmals in Erwägung zog. Die bisherigen Räumlichkeiten wurden zu klein, das Personal arbeitete an den Fahrzeugen teilweise im Regen. «Entweder würden wir nur das Nötigste machen, oder etwas Richtiges», erinnert sich Meier.
Die Familie entschied sich für etwas Richtiges. «Die Kinder Jan, Laura und Yara, waren damals noch Teenager. Ich wollte wissen, ob sie sich vorstellen können, den Betrieb später einmal zu führen. Sie stimmten alle zu.» Für Adi Meier war es von Anfang an klar, dass auch die Kinder seiner zweiten Ehefrau vollwertig ins Unternehmen integriert werden. «Wir pflegen ein sehr familiäres Verhältnis, darüber bin ich sehr glücklich und ich glaube, ohne diesen Zusammenhalt ginge es nicht.» Yara und seine erste Frau Katy arbeiten bereits in der Firma, alle seien sie in die Vorbereitungen involviert und gehen sogar gemeinsam auf Einkaufstour. Die inzwischen erwachsenen Kinder haben unterschiedliche Berufsausbildungen angefangen, aber mit grosser Wahrscheinlichkeit führt deren Weg irgendwann zurück nach Hirschthal. «Alle drei sind sehr engagiert in ihren Berufen und ich bin sehr stolz auf sie. Sollte es in ein paar Jahren bei meiner Pensionierung dann doch anders kommen, gibt es einen Plan B, aber ich denke, den werden wir nicht brauchen».
«Alle haben an einem Strang gezogen»
Man muss wissen, dass für Adi Meier der Neubau wie ein Familienmitglied ist, wenn er darüber spricht, glänzen seine Augen. «Der finanzielle Effort war eine grosse Herausforderung, weit bevor eine einzige Baumaschine bewegt wurde.» Man habe das Ersparte zusammengekratzt, mit der Bank gesprochen, aber auch mit Kunden, zu denen auch zahlreiche Gemeinden gehören. «Als wir dann gemeinsam beschlossen haben, den Schritt zu wagen, brauchten wir noch einen geeigneten Standort.» Und hier begannen die nächsten Herausforderungen: Mehrere Bauplätze in der Region wurden geprüft und es gab sogar schon Vorverträge. Am besten geeignet war schliesslich die Hirschthaler Parzelle 24, nur wenige Meter neben dem bisherigen Standort. So begann eine Phase, die viel Geduld brauchte: «Das ganze Bewilligungsverfahren brauchte sehr viel Zeit, Umweltaspekte mussten berücksichtigt, Bauzonen geändert werden und sogar der Kanton war involviert, weil der Siedlungstrennstreifen tangiert wird», erinnert sich Meier. Ein Kränzchen windet er dem Gemeinderat Hirschthal: «Die Behörde hat sich für unser Anliegen stark gemacht, es war ein grosses Unterfangen mit ungewissem Ausgang, aber es ist gelungen, weil wir alle an einem Strang gezogen haben.»
Familie, Heimat, Bodenständigkeit. Diese Begriffe sind für Adi Meier wichtig. Im Perimeter rund um die A. Meier AG finden sich mit der Jungheinrich AG, der Pfiffner Gruppe oder der Huplant Pflanzenkulturen mehrere solcher Unternehmen. «Für den Aargauer Unternehmerpreis, den die Familie Huber gewonnen hat, kann ich nur herzlich gratulieren. Es zeigt, wie weit man es bringen kann, wenn man zusammen an eine Sache glaubt und bereit ist, hart dafür zu arbeiten.» Wie die genannten Nachbarn, ist auch die A. Meier AG ein wichtiger Arbeitund Auftraggeber in der Region: 45 Angestellte zählt das Gesamtunternehmen, der Betrieb sorgt beispielsweise mit der Schneeräumung und der Reparatur von Rohrleitungsbrüchen dafür, dass der Alltag für alle funktioniert.
Grosses Fest am 6. und 7. Juni
Adi Meier, der auch im Vorstand des Gewerbevereins Schöftland und Umgebung ist, ist alles andere als der Patron, der im Büro sitzt und wartet, bis er Arbeit verteilen kann. Regelmässig sieht man ihn, wie er draussen arbeitet
– beim Aushub von 45’000 Kubikmeter Material für den eigenen Neubau, hat er ebenfalls angepackt. «Ich stehe um halb fünf Uhr auf und die Tage dauern 12 Stunden», grinst Meier. «Die Sache ist, ich arbeite einfach sehr gerne. Während der letzten zweieinhalb Jahre noch etwas mehr als sonst.» Jetzt bleibe ihm wieder mehr Zeit, auch für die Pferde, die er und seine Frau Manuela gemeinsam pflegen.
«Jetzt dürfen wir das Erreichte gemeinsam feiern», freut sich Adi Meier. Dafür nutzt er das grosse Gelände seiner Firma, das einen grossen überdachten Umschlagplatz bietet». Den Platz räumen wir frei und laden während drei Tagen ist die ganze Bevölkerung eingeladen vorbeizuschauen. Am Freitag wird mit geladenen Gästen gefeiert, am Samstag und Sonntag, 6. und 7. Juni gibt es ein grosses Sommernachtsfest mit Rundgängen, einen riesigen Sandkasten mit Baggerspielplatz, eine Autogrammstunde mit Turner und EM-Silbermedaillen-Gewinner Florian Langenegger und ein Konzert mit «ChueLee». Am Sonntag wartet der grosse Buure-Brunch. Für einige Anlässe brauchts Tickets (siehe Inserat unten) «Wir haben schon sehr viele Reservierungen, das wird ein richtig grosses Fest». Besonders der Buure-Brunch am Sonntag von 10 bis 13 Uhr liegt Adi Meier am Herzen. Noch gibt es Tickets: www.165.ch.
Bleibt noch die Frage: Warum hat Adi Meier die «Meier-Feier» für die Eröffnung des Gewerbeparks Neumatte so gross geplant? Hier schliesst sich ein Kreis für den Familienmann: «Ich habe vor 27 Jahren mit meinem Geschäft als Ein-Mann-Betrieb angefangen. Ich konnte über die ganze Zeit auf den Zusammenhalt in der Region und auf die Unterstützung meiner Familie zählen, ich habe tolle Mitarbeitende und ich bin unglaublich dankbar, dass wir in dieser Zeit stets gewachsen sind und nun das Neubau-Projekt realisieren konnten. Es ist ein Fest der Freude und der Dankbarkeit.»

