Ein Dorf im Rennmodus

  02.07.2026 Sport

stand am Wochenende wieder ganz im Zeichen von dröhnenden Motoren und schnellen Boliden. Trotz brennender Sonne und sehr heissen Temperaturen, die Fans des beliebten Aargauer Bergrennens waren begeistert.

Für ein Wochenende verwandelte sich der sonst so beschauliche Ort im oberen Aargauer Suhrental in ein Mekka für Bergrennbegeisterte und Liebhaber von dröhnenden Motoren und schnellen Rennautos. Das legendäre und beliebte Bergrennen zog auch dieses Jahr viele Fans an, darunter auch Besucher aus dem nahen Ausland. Das Bergrennen Reitnau ist nicht einfach ein Dorffest – Reitnau ist das Rennen. Das sieht und spürt man in jedem Winkel des Dorfes.

Paddocks und Schatten für die Autos

Die Reitnauer Strassen und Gassen wurden zu Paddocks und Servicezelten. Auch hier galt am Sonntag: Schatten für das Auto – die Fahrer und Mechaniker warteten im Halbschatten auf ihren Einsatz. Es galt, die Motoren möglichst vor den hohen Temperaturen zu schützen und sie kühl zu halten.

Trotz der Hitze blieb die Stimmung ausgezeichnet. In der Fankurve reihte sich bei 37 Grad Sonnenschirm an Sonnenschirm, die Fans feuerten ihre Favoriten an und sorgten für eine beeindruckende Kulisse. Entlang der Strecke standen die Zuschauer dicht gedrängt. Rund um den Start verfolgten zahlreiche Besucher und viele Familien die Boliden beim Beschleunigen aus nächster Nähe.

Neuer Streckenrekord

Die Bedingungen für Reifen, Material und Fahrer waren anspruchsvoll. Umso erfreulicher, dass das Rennen von nennenswerten Zwischenfällen verschont blieb. Die Zuschauer erlebten packende Läufe, technisch herausfordernde Kurven und Spannung im Wechsel von Tempo und Bremsverhalten. Daraus gipfelte sogar ein neuer Streckenrekord. Den Tagessieg sicherte sich wie erwartet Robin Faustini aus Suhr auf seinem Nova NP 01 2 Honda Turbo. Neben den klassischen Rennklassen war Peter Roth aus Schöftland einer der Publikumslieblinge. Für einen echten Adrenalinkick sorgte er mit der schnellsten Badewanne der Welt (186,2 km/h), als er die Rennstrecke hochjagte und unter kräftig dröhnendem Motorensound Gross und Klein begeisterte.

Dominique Rubin


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