Die Möglichkeit, alles besser zu machen
20.08.2026 SportAm kommenden Mittwochabend steigt der HSC Suhr Aarau gegen Kadetten Schaffhausen gleich mit einem Knaller in die neue Spielzeit. Ziel ist, schon früh die Weichen zu stellen, um am Ende der Saison nicht wieder zittern zu müssen.
pd. Anspruchsvoll müssen die ...
Am kommenden Mittwochabend steigt der HSC Suhr Aarau gegen Kadetten Schaffhausen gleich mit einem Knaller in die neue Spielzeit. Ziel ist, schon früh die Weichen zu stellen, um am Ende der Saison nicht wieder zittern zu müssen.
pd. Anspruchsvoll müssen die Aufarbeitungen der letzten Spielzeit beim HSC Suhr Aarau gewesen sein. So spannungsgeladen und emotional die Playout-Serie gegen Handball Stäfa auch gewesen sein mag, niemand im Verein wird sich diese Situation noch einmal wünschen. Gerade recht dürfte es kommen, dass bereits vor dem Saisonende diverse Mutationen rund um den Verein und die erste Mannschaft bekannt wurden. Bereits das zweite Jahr in Folge wird das Team auf den Kopf gestellt. In diesem Sommer ist mit Petr Hrachovec auch der Übungsleiter ein neuer. Der Tscheche setzt in seinen Mannschaften auf Disziplin und steht für ehrliche, harte Arbeit. Eigenschaften, die einer jungen Truppe sicher gut zu Gesicht stehen. Schnellen Handball will er spielen, nicht unbedingt den schönsten Pass, dafür den richtigen. Schnörkellos aufs Tor spielen und solidarisch, als Mannschaft verteidigen.
Kader umgekrempelt
Auch bei den Spielern hat sich vieles getan. Auf der Torhüterposition findet sich nicht ein Akteur aus dem letztjährigen Kader. Dafür kehrt mit Jannis Scheidiger ein Leistungsträger und ein Publikumsliebling für ein Jahr auf Leihbasis zurück zum HSC Suhr Aarau. Während seiner einjährigen Abwesenheit konnte er mit dem HC Kriens-Luzern den Meistertitel feiern, um aber wieder mehr Spielanteile zu erhalten, kehrt er nun nach Aarau zurück. Ergänzt wird er mit Lino Schneider, einem vielversprecheden Talent aus dem Ostaargau. Er hütete im letzten Jahr den Kasten des NLB-Teams von Baden-Endingen und kommt in verschiedenen U-Nationalteams zu Einsatz. Dahinter warten mit Timo Regli und Jonas Zinniker zwei Eigengewächse, die auch in den erweiterten Kadern der Nachwuchs-Nationalmannschaften stehen.
Rückkehr nach vier Jahren Bundesliga
Die grössten Wellen hat neben Scheidiger die Rückkehr von Timothy Reichmuth geschlagen. Nach vier Jahren beim ThSV Eisenach, davon drei in der ersten deutschen Bundesliga, wird er wieder im HSC-Dress auflaufen. Der Entscheid, wieder zum selben Verein zurückzukehren, sei ein einfacher gewesen. «Durch den Abgang von Nikos Sarlos wurde hier ein Platz frei, den ich sehr gerne einnehme. Ich habe mit dem HSC sehr viele schöne Momente erlebt und freue mich, daran anzuknüpfen», meint Timothy Reichmuth zu seinem Transfer. Dass auch der Trainerstaff grosse Stücke auf den linken Flügel hält, zeigt seine Ernennung zum Kapitän. Mit seiner Erfahrung auf allerhöchster Stufe und seiner vorbildlichen Einstellung wird er für die junge Mannschaft einen wichtigen Pfeiler und ein hervorragendes Vorbild darstellen.
Zuzüge aus Schaffhausen und Winterthur
Aus Schaffhausen wurde zunächst der junge Rückraumspieler Manoy Ugiagbe verpflichtet. Nach der Saison bekam er Zuwachs von David Hrachovec, der ebenfalls vom Verein in Orange zum HSC Suhr Aarau wechselte. Im Unterschied zu Ugiagbe wurde Hrachovec wie Scheidiger für ein Jahr auf Leihbasis verpflichtet. Als letzte grosse Verpflichtung kam dann im Juni noch Alessio Lioi dazu. Der Spielmacher wird mit seiner Dynamik und Übersicht ein neues Element in das Spiel des Teams bringen. Bei seinem Abschied von Pfadi Winterthur wurde er so beschrieben: «Die Schönheit des Spiels trägt seinen Namen. Flink, furchtlos, frech». Einer, der nicht nur gut, sondern eben auch schönen Handball spielen kann. Ein Spielmacher dieser Sorte wurde während der letzten Saison über weite Strecken vermisst.
Wie beim HSC Suhr Aarau schon Tradition, werden auch in diesem Jahr wieder diverse junge Eigengewächse ihre Chancen und Einsatzzeiten erhalten. Bereits im letzten Jahr hinterliessen die Linkshänder Robin Völkle und Cédric Läber ihre ersten Spuren. Nun rückt auch der junge Juniorennationalspieler Noam Hunziker näher an das Fanionteam und soll so immer mehr an das Niveau und die Härte herangeführt werden.
Ein Saisonstart, der es in sich hat
Wer die Testspiele des HSC Suhr Aarau vereinbart hat, handelte wohl in weiser Voraussicht. Eines der letzten Spiele der Vorbereitung bestritt der Verein vergangenen Sonntag gegen das Bundesligateam des TVB Stuttgart. Trotz einer 26:32-Niederlage zeigte sich das Team mutig und liess sich vom grossen Gegner nicht einschüchtern. Es war ein Auftritt, der Mut macht und den Kampfgeist der Truppe von Trainer Petr Hrachovec unter Beweis stellte. Im Interview mit dem Hallenspeaker sprach Kapitän Timothy Reichmuth davon, dass die Mannschaft wieder zu den «HSC-Tugenden» zurückkehren wolle. Konkret meinte er Mut, Kampfgeist und eine grosse Portion Wille. Wenn der HSC Suhr Aarau diese wieder auf die Platte bringen kann, kann diese Mannschaft viel erreichen.
Die erste Partie der Saison geht gegen einen der zwei grössten Gegner der hiesigen Meisterschaft. Am 26. August um 19.15 Uhr laufen die Kadetten Schaffhausen im Aarauer Schachen auf. Sie sind amtierender Cupsieger und Vizemeister. Es wird gleichzeitig die Heimkehr des abgewanderten Nikos Sarlos. Der langjährige Topscorer, Publikumsliebling und Eigengewächs tauschte im vergangenen Sommer das traute Heim rund um die Schachenhalle und will mit den Kadetten Schaffhausen um Titel und das europäische Geschäft mitspielen.
Auch nach dem Auftakt bleibt das Programm hart: Auswärtsspiel gegen das starke Winterthur und am Mittwoch, 2. September das zweite Heimspiel gegen den TSV St. Otmar St. Gallen.
Spiele im August und September
Mi 26.08.26 19:15
HSC − Kadetten Schaffhausen
So 30.08.26 17:00
Pfadi Winterthur − HSC Suhr Aarau
Mi 02.09.26 19:15
HSC Suhr Aarau − St. Otmar St. Gallen
Sa 05.09.26 18:00
RTV 1879 Basel − HSC Suhr Aarau
Sa 12.09.26 18:00
HSC Suhr Aarau − Wacker Thun
Mi 23.09.26 19:15
Handball Stäfa − HSC Suhr Aarau
So 27.09.26 17:00
HSC Suhr Aarau − GC Amicitia Zürich





