ro. Ich lebte zwischen meinem 14ten und 18ten Lebensjahr in Rapperswil, von ca. 1954 – 1958. Da gab es einen starken Bezug zur damals noch unverbauten Insel Lützelau. Es gab auch meine häufigen Besuche bis Mitternacht in der Hafenanlage, die dann ohne Menschen war. Ausnahme war ...
ro. Ich lebte zwischen meinem 14ten und 18ten Lebensjahr in Rapperswil, von ca. 1954 – 1958. Da gab es einen starken Bezug zur damals noch unverbauten Insel Lützelau. Es gab auch meine häufigen Besuche bis Mitternacht in der Hafenanlage, die dann ohne Menschen war. Ausnahme war das jeweilige Treffen gegen Mitternacht mit einem Auch-Einzelgänger – mit Gerold Späth. Gerold Späth wurde Schriftsteller. Er war ein Kind der Familie Späth, Orgelbauunternehmung Rapperswil. Sein Bestsellerbuch «Unschlecht» handelt zentral von der Insel Lützelau, beinhaltet aber auch Erwägungen zum sehr strengen Katholizismus in Rapperswil mit seinem Kloster in der Hafenanlage. Also wurde dieses Superbuch von G. Späth durch diese nächtlichen Besuche im Hafen Rapperswil mit Verweilen auf der weitauslegenden Hafenmauer und durch Sinnieren über den Zürichsee hinüber zur Insel Lützelau und hinauf zu den Wolken am Himmel beeinflusst. Da waren die Super-Segeljachten von Gebert und vom Apotheker. Und daneben das fünfte Böötli von aussen her, mein selber zusammengebasteltes Segelschiffli Quick. Später musste ich beruflich eine Gerichtsexpertise für eine desolate Wohnung mit Balkon und Balkongeländer im 6ten Stock machen – in einem Haus in der Häuserreihe Hafenanlage. Die Erinnerungen daran sind Grundlage dieser Bild-Geschichte mit Blick von oben über die Hafenanlage und hin zur Insel Lützelau.