Die Eröffnungsfeier fand grossen Anklang
30.04.2026 RegionMit der Eröffnung des neuen barrierefreien Spielplatzes setzen der Elternrat und die Heilpädagogische Schule Aarau (HPSA) ein starkes Zeichen für Inklusion: Nach den Vorgaben der Behindertenrechtskonvention gestaltet, bietet die Anlage allen Kindern – auch jenen im ...
Mit der Eröffnung des neuen barrierefreien Spielplatzes setzen der Elternrat und die Heilpädagogische Schule Aarau (HPSA) ein starkes Zeichen für Inklusion: Nach den Vorgaben der Behindertenrechtskonvention gestaltet, bietet die Anlage allen Kindern – auch jenen im Rollstuhl – uneingeschränkten Zugang zu Spiel, Bewegung und Begegnung.
(Eing.) Rund hundert Personen folgten der Einladung zur Eröffnungsfeier in Aarau. Die Mehrheit der Gäste waren Schülerinnen und Schüler mit deren Angehörigen, Sponsoren, weitere Projektbeteiligte sowie Mitarbeitende.
Was am 23. April eröffnet wurde, begann mit einer einfachen Idee: Der Elternrat der Heilpädagogischen Schule Aarau wollte den Schülerinnen und Schülern eine Rollstuhlschaukel schenken. Diese ermöglicht Kindern im Rollstuhl ein sicheres, barrierefreies Schaukelvergnügen und schafft ein inklusives Spielerlebnis, das herkömmliche Geräte oft nicht bieten. Für die Finanzierung startete der Elternrat verschiedene Spendenaktionen mit dem Verteilen von Flyern und der Nutzung sozialer Medien. Grosse Unterstützung beim Verteilen der Flyer folgte auch aus ihrem privaten Umfeld.
Viele helfende Hände
Überraschend schnell kam innerhalb von sechs Wochen mehr Geld zusammen als erwartet – dank zahlreichen privaten Spenden sowie Beiträgen von Sponsoren und Unternehmen. Gemeinsam mit der Firma Murimoos in Muri wurden in der Folge konkrete Pläne für einen integrativen Spielplatz entwickelt. Mit den Spendengeldern konnte der bestehende Platz erweitert und um mehrere inklusive Spiel- und Bewegungsangebote ergänzt werden. Auch die Eigentümer und Vermieter des Nordpark-Areals trugen wesentlich zum Gelingen bei, indem sie die benötigten Bewilligungen kurzfristig und unbürokratisch erteilten.
Vielfältige Möglichkeiten
Einen barrierefreien Zugang bietet auch das ebenerdige Trampolin. Durch das sanfte Wippen wird die Körperwahrnehmung der Kinder im Rollstuhl gestärkt und die Bewegungsfreude gefördert. Spielerische Geschicklichkeit und Konzentration beim Klettern und Balancieren hingegen fordert der kleine Seilpark, bestehend aus Baumelementen und verschiedenen Seilen. Dieser ist bewusst niedrig gebaut, gut erreichbar und übersichtlich gestaltet. Gut zugänglich für die Kinder im Rollstuhl ist auch der neue Hochsandkasten, währenddem sich die ebenerdige Variante für die mobilen Kinder eignet. Beide laden zum Bauen, Experimentieren und gemeinsamen Spielen ein. Durch das Graben, Formen und Konstruieren im Sand entstehen Rollenspiele, die motorische, soziale und kognitive Fähigkeiten fördern.
Auffallend sind zudem die farbigen Bodenmalereien wie «Himmel und Erde» oder das «Hunderterspiel». Die strukturierten Markierungen aus Kreisen und Linien geben den Kindern Orientierung und ermöglichen Aktivitäten wie beispielsweise gemeinsames Singen im Kreis. Gesponserte Sonnenschirme durch den Vermieter sorgen für ausreichend Schatten und schützen vor Hitze.
Die neuen Elemente ergänzen den bisherigen Spielplatz – bestehend aus Schaukel, Rutschbahn, einem Hartplatz zum Fussballspielen und dem naturnahen «Wäldli» – optimal. Die Klassen können diesen Aussenbereich mit allen Schülerinnen und Schülern nutzen, zeitversetzt und verteilt in Zyklen. Die Anlage fördert Kreativität, spielerische Lernprozesse und ermöglicht es den Kindern, ihrem natürlichen Bewegungsdrang mit viel Spass und Freude freien Lauf zu lassen.
Spielfreude auch für Aussenstehende
Für zusätzliche Sicherheit sorgt die neue Einzäunung mit Schliessfunktion. Ausserhalb der Schulzeit bleibt der Bereich geöffnet und steht auch Aussenstehenden frei zur Verfügung.
Dank diesen baulichen Verbesserungen wurde dieser Spielplatz zum ersten integrativen Spielplatz in der Region Aarau. Dieses Vorzeigeprojekt unterstreicht das Bestreben der Heilpädagogischen Schule Aarau, welcher zur Stiftung Schürmatt gehört, die Werte der UN Behindertenrechtskonvention nicht nur zu erfüllen, sondern aktiv im Schulalltag zu leben.

