Für die traktandierten Geschäfte der Gemeindeversammlung vom 11. Juni sind in Gränichen insgesamt drei öffentliche Informationsveranstaltungen geplant. Die erste zum Thema Oberstufen Campus fand am vergangenen Montagabend statt.
Es dürften rund ...
Für die traktandierten Geschäfte der Gemeindeversammlung vom 11. Juni sind in Gränichen insgesamt drei öffentliche Informationsveranstaltungen geplant. Die erste zum Thema Oberstufen Campus fand am vergangenen Montagabend statt.
Es dürften rund 100 Personen gewesen sein, die sich im Seminarraum des neuen Werkhofs einfanden. Der Gemeinderat war − mit Ausnahme von Beat Steiner, der anderweitig an einem Anlass teilnahm − vollzählig anwesend. Gemeindeammann Andreas Fetscher war gut vorbereitet, dossiersicher und seinen Äusserungen war zu entnehmen, dass ihn das Thema mit seinen unzähligen Detailfragen schon seit einiger Zeit intensiv beschäftigt.
An der Sommer-Gmeind soll nun der Antrag für den Projektierungskredit für das Bauprojekt mit einer belastbaren Kostenaussage gestellt werden. Gegenüber dem Vorprojekt haben sich ein paar wesentliche Anpassungen ergeben. So war ursprünglich vorgesehen, Statik und Konstruktion für eine mögliche Aufstockung um eine Etage zu planen. Dieser Punkt wurde aus Kostengründen gestrichen. Unter Beibehaltung dieser Vorgabe hätte man auf die Turnhallen im Untergeschoss verzichten müssen. Neu sind drei gleich grosse Turnhallen vorgesehen, in früheren Varianten war noch von einer «kastrierten Doppelturnhalle» die Rede. Weiter sind neu 200 Schutzplätze vorgesehen, für die mit Subventionen des Kantons in Höhe von 1000 Franken pro Platz gerechnet werden kann. Durch die Übernahme des angrenzenden Landi-Areals vor wenigen Wochen ergibt sich ein Synergie-Effekt. Die Anzahl Parkplätze konnte auf 28 angepasst werden, was dem Bedarf der Lehrerschaft genügen sollte.
Nutzung mit Rücksicht auf Anwohner
Gemeindeammann Fetscher stellte am Montagabend auch erste Entwürfe eines Nutzungskonzepts für Nebennutzende, sprich Vereine, sowie ein Betriebskonzept vor. Es ist angedacht, dass Vereine beispielsweise die Turnhallen in den Abendstunden nutzen können. Für öffentliche Anlässe gilt aber eine ziemlich restriktive Handhabung. In Absprache mit Schule und Gemeinde sind maximal 4 Anlässe pro Jahr erlaubt. Insgesamt, und nicht, wie von einer Votantin nachgefragt, pro Verein. Das Verkehrs-Konzept geht über den Oberstufen Campus hinaus und zieht auch den geplanten Kindergarten Chilefeld und das gesamte Quartier mit ein.
Am Ende orientierte Andreas Fetscher über die Kosten. Er nannte den Betrag von 31 Millionen Franken mit einer Marge von +/- 15 Prozent. Dieser Betrag soll alle Planungskosten, 200 Schutzplätze, die Dreifachhalle, 16 Klassenzimmer, den Mehrzweckraum und alle Spezialzimmer umfassen. Hinter den Kulissen ist man fleissig am Kalkulieren, so dass die Kostenaussage bis zur Gemeindeversammlung dann wirklich «belastbar» sein wird. Für Voraussagen, wann und um wieviel der Steuersatz in Gränichen angepasst werden muss, dafür war es am Montagabend definitiv noch zu früh. Die Inbetriebnahme des Campus ist im Idealfall für das Jahr 2029/2030 vorgesehen.
Roland Marti