Der FC Aarau kommt im Tessin gegen Schlusslicht Bellinzona nicht über ein 0:0 hinaus. Trotzdem kommt er dem Tabellenleader näher, der seinerseits ebenfalls Schwächen offenbart.
Wie sehr der FC Aarau auf den Formstand seines erfolgreichsten Sturmtrios ...
Der FC Aarau kommt im Tessin gegen Schlusslicht Bellinzona nicht über ein 0:0 hinaus. Trotzdem kommt er dem Tabellenleader näher, der seinerseits ebenfalls Schwächen offenbart.
Wie sehr der FC Aarau auf den Formstand seines erfolgreichsten Sturmtrios angewiesen ist, zeigt die Statistik: Die drei Stamm-Stürmer in der Startformation, Valon Fazliu, Elias Filet und Shkelqim Vladi, mit bisher insgesamt 38 Meisterschaftstoren, brachten es in den letzten beiden Spielen auf keinen einzigen Treffer. Erst der eingewechselte Daniel Afriyie sorgte (wie schon beim Tor vor einer Woche gegen Stade Lausanne Ouchy) in der Schlussphase für die beste Chance aus Aarauer Sicht. In Bellinzona traf aber auch er nicht.
Das 0:0 gegen den Tabellenletzten bringt wenigstens einen Punkt, der FC Vaduz ging nach seiner Niederlage tags zuvor mit einem 1:2 gegen Yverdon gänzlich leer aus. Der Abstand zwischen den beiden Teams beträgt also noch zwei Punkte. Entschieden ist damit noch lange nichts, zumal es aktuell beide Teams nicht schaffen, trotz rekordmässig hoher Punktezahl eine gewisse Konstanz in ihr Spiel zu bringen. Der FC Aarau zeigt dabei noch etwas mehr das Nervenflattern als die Liechtensteiner, die in der letzten Runde immerhin gegen den Drittplatzierten Yverdon Federn gelassen haben und nicht gegen den Letzten in der Tabelle, die AC Bellinzona. Gut möglich, dass sich Trainer Brunello Iacopetta Gedanken darüber macht, das nächste Spiel mit Daniel Afriyie und Henry Koide im Sturm in Angriff zu nehmen.
Erst am Mittwoch wieder im Einsatz
Der FC Aarau kann am kommenden Wochenende der Konkurrenz beim Fussballspielen zuschauen. Weil sein Gegner Stade Lausanne Ouchy am Samstag im Schweizer Cup gegen die Grasshoppers engagiert ist, wurde das Meisterschaftsspiel zwischen Aarau und Ouchy auf den Mittwoch, 22. April verschoben. Vaduz spielt bereits am Sonntag gegen Rapperswil. Die Frage wird sein, welches der beiden Teams rechtzeitig zu jener mentalen Stärke und Willenskraft zurückfindet, um den direkten Sprung in die Super League zu schaffen. Der Weg über die Barrage möchte man wohl eher vermeiden, dort wartet mit grosser Wahrscheinlichkeit der Grasshopper Club Zürich, der zuletzt den FC Winterthur mit einem Sieg in der Direktbegegnung, ans Tabellenende zurückzubinden wusste.
Remo Conoci