Einmal im Jahr treffen sich die Genossenschafter der Kunsteisbahn Oberwynental zur Generalversammlung im kleinen Kreis. Um die Finanzen steht es bei der Genossenschaft gut, insbesondere dank des «Sommer-Eis», das bis im Juni in der Eishalle liegen blieb.
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Einmal im Jahr treffen sich die Genossenschafter der Kunsteisbahn Oberwynental zur Generalversammlung im kleinen Kreis. Um die Finanzen steht es bei der Genossenschaft gut, insbesondere dank des «Sommer-Eis», das bis im Juni in der Eishalle liegen blieb.
Der Vorstand entschied per Saison 2025/2026 erstmals, in der Halle bis im Juni Eis anzubieten. Eine gute Idee, wie sich herausstellen sollte: «Die Buchungen schnellten in die Höhe und es konnten 86'500 Franken zusätzliche Einnahmen generiert werden» sagte Präsident Jules Giger. Die Jahresrechnung, so wusste Finanz-Chefin Elvira Sciaraffa zu verkünden, schloss dadurch mit einem Plus von rund 40'000 Franken ab. Der Erfolg stand jedoch auf der Kippe, weil bei Wasserknappheit auch die Produktion von Eis ein grosses Thema ist. Eine Eisreinigung mit der «Zamboni» verbraucht rund 800 Liter Wasser. «Gäbe es im Sommer ein Bewässerungsverbot, hätten wir den Betrieb einstellen und das Eis abtauen müssen», unterstrich Präsident Giger.
Doppelt so viele Transaktionen
Die Mehreinnahmen konnten gut investiert werden: Neben den üblichen Instandhaltungen wurden die Räumlichkeiten des Restaurants «Iszapfe» umgebaut und sind jetzt heller und einladender geworden. Die immerwährende «Frittieröl-Wolke» ist dank neuer Lüftung endlich verschwunden und auch die WC-Anlage ist neu. Wobei sich Jules Giger dort wohl meistens ohne Schlittschuhe hinbegibt: «Die Urinale sind irgendwie weit oben», gestand er ein. Im Restaurant gab es auch eine personelle Änderung: Dieses wird seit August 2026 unter der neuen Leitung von Ramona Schaffner und mit neuer Strategie geführt, auch das habe zur Belebung des «Iszapfe» beigetragen, erklärte Giger. Erstaunt zeigte sich der Vorstand in Zusammenhang mit der Zahlungsart der Restaurant-Besucher. «Die elektronische Zahlungsweise mit Karte oder Twint hat sich auf 10'500 Transaktionen verdoppelt.»
Durch die Verlängerung der «Eis-Zeit» konnte dagegen der Fun-Park nicht in Betrieb genommen werden, was wiederum Mindereinnahmen verursacht hat. Sollte sich das «Sommer-Eis» in den nächsten Jahren bewähren, wird für den Fun-Park zusammen mit der Jugendkommission eine Outdoor-Lösung gesucht. Die Kletteranlage neben dem Spielfeld blieb derweil offen – allerdings gab es kalte Finger beim Klettern. Einen höheren Ertrag als erwartet konnte man bei der Vermietung des Massenlagers erzielen. Die Organisation «District School Football» war zu Gast, deren jugendliche Teilnehmer vom afrikanischen Kontinent nach Reinach gereist sind.
Neues Personal, neue Strategie
Gut eingelebt hat sich auch der neue Betriebsleiter, der heute rund anderthalb Jahre im Dienste der Genossenschaft steht. Matthias Schaffner folgte Alain Waldvogel als Quereinsteiger, ist mit der Eisbahn inzwischen aber sehr gut vertraut, wie er in seiner Wortmeldung sagte. Um sein Wissen zu vertiefen, schicken ihn die Genossenschafter nun in einen Eismeister-Kurs.
Zuletzt gibt es noch eine personelle Änderung im Vorstand. Jules Giger schlug Franziska Goldenberger als seine Nachfolgerin im Präsidium vor. Die Reinacher Gemeinderätin übernimmt innerhalb des Gremiums die Ressorts des Ammans und wurde von der Versammlung einstimmig gewählt – das WB berichtete bereits vor zwei Wochen darüber.
Remo Conoci