Bisher waren die gedruckten Schulbücher auf das Alter und die Klasse abgestimmt. Kürzlich brachte ein 5. Klässler eine Arbeit von der Schule über das Internetspiel Squid Games nach Hause: Wer beim Spiel nicht den andern tötet, wird auf der Stelle selbst getötet. Beim ...
Bisher waren die gedruckten Schulbücher auf das Alter und die Klasse abgestimmt. Kürzlich brachte ein 5. Klässler eine Arbeit von der Schule über das Internetspiel Squid Games nach Hause: Wer beim Spiel nicht den andern tötet, wird auf der Stelle selbst getötet. Beim Spiel üben die Kinder zukünftiges Handeln ein. Dies ist Beispiel für eine «verbotene» Seite auf dem Schulnotebook. Bei Hausaufgaben im Netz geraten die Kinder zu leicht und zu oft auf problematische Seiten, z.B. mit destruktiven Games, Gewaltverherrlichung, Pornographie, fesselnden Algorithmen. Kindersperren sind oft nutzlos, sie können leicht ausgetrickst werden. Mit dem Zwang zum Gebrauch des Internets bei Hausaufgaben werden Eltern indirekt dazu gezwungen, ihre Kinder einem verfrühten Zugang zu den Gefahrenquellen im Internet auszusetzen oder sie zeitaufwändig zu begleiten. Solange die Schule keine umfassende Sicherheit gewährleisten kann, sollte bei Hausaufgaben mit Schulgeräten technisch kein Internetzugang möglich sein. Der Spruch «Ich muss noch Hausaufgaben machen» könnte nicht mehr verwendet werden um heimlich zu gamen. Bei weitem unterschätzt wird auch der schädigende Einfluss der Mobilfunkstrahlung. Es ist längst nachgewiesen, dass Mobilfunk den Organismus belastet, die Gehirnströme beeinflusst und das Denken und Lernen beeinträchtigt. BAFU: Eine Beeinflussung der Hirnströme sei «nach wissenschaftlichen Kriterien ausreichend nachgewiesen.» Fazit: Sichere und nur altersgerechte Geräte und Lernmittel, Hausaufgaben ohne Internet, Datenübertragung per Kabel statt per Funk, sachgerechte Aufklärung auch über die schädlichen Wirkungen von Mobilfunk und im Zweifelsfalle das Wohl der Kinder und Jugendlichen an erste Stelle setzen.
Charles Anzi
Teufenthal