Ausgeglichene Serie nach vier Spielen

  02.04.2026 Sport

Nachdem beide Mannschaften am ersten Wochenende jeweils einen Heimsieg verzeichnen konnten, startete die Best-of-Five-Serie beim Stand von 1:1 in die dritte Begegnung. In der heimischen Pfrundmatthalle bot sich dem Qualifikationssieger Lok Reinach die Chance, erneut in Führung zu gehen.

Lok Reinach bekundete zu Beginn erhebliche Mühe und agierte unkonzentriert. Eine doppelte Unterzahl bereits nach acht Minuten spielte den Gästen in die Karten: Unihockey Emme nutzte die 5-gegen-3-Situation eiskalt aus und ging mit 0:1 in Führung. Da die Reinacher auch in der Folge keinen Zugriff auf das Spiel fanden, erhöhte Emme in der 17. Minute folgerichtig auf 0:2. Erst kurz vor der ersten Sirene keimte Hoffnung auf, als Benjamin Reidy eine Überzahlsituation auf Zuspiel von Vojtisek zum 1:2-Anschlusstreffer verwertete.

Der Mittelabschnitt war in den ersten zehn Minuten von Strafen auf beiden Seiten geprägt. Während diese zunächst ungenutzt blieben, bewies Emme in einem weiteren Powerplay mehr Effizienz und stellte den Zwei-Tore-Vorsprung zum 1:3 wieder her. Lok Reinach gab sich jedoch nicht geschlagen: In der 37. Minute verkürzte Keusch mit einem präzisen Backhand-Abschluss auf 2:3. Die Freude währte jedoch nur kurz, da die Emmentaler praktisch im Gegenzug mit dem 2:4 antworteten und damit den Pausenstand besiegelten.

Im letzten Spielabschnitt waren es die Gäste, die noch einmal aufdrehen konnten. Reinach scheiterte bei seinen Bemühungen immer wieder am hervorragend aufspielenden Torhüter der Emmentaler. Mit den Treffern zum 2:5 und 2:6 sorgte Emme für die endgültige Entscheidung.

Revanche am Sonntag

Reinach erwischte am Sonntag in Zollbrück einen Start mit viel Fortune. Gleich zwei Treffer von Unihockey Emme wurden wegen Offensivvergehen aberkannt, was den Aargauern in die Karten spielte. In der Folge trat Lok deutlich abgeklärter auf als noch am Vortag, liess den Ball souverän durch die eigenen Reihen laufen und belohnte sich in der 13. Minute durch Mikko Levänen mit der Führung. Defensiv stand Reinach in dieser Phase kompakt und überstand auch eine Unterzahl ohne Gegentor.

In der 27. Minute bot sich Lok Reinach die grosse Chance in doppelter Überzahl. Die Unterzahlformation von Emme agierte zwar erneut diszipliniert, doch ein präziser Pass von Arola auf den zweiten Pfosten fand den Stock von Andrea Vitali, der die Führung für Reinach verdoppelte. In der Folge rückten die Torhüter in den Mittelpunkt: Sandmeier hielt Reinach in einer weiteren Unterzahlsituation mit starken Paraden im Spiel, während Stucki auf der Gegenseite einen Strafstoss entschärfte. Kurz vor der Pause erhöhte Reinach dann noch auf 3:0, als ein Distanzschuss von Andreas Frey unhaltbar abgelenkt wurde.

Im Schlussdrittel überzeugte das Boxplay von Lok Reinach weiterhin auf ganzer Linie. In Unterzahl wurde Pascal Richner mustergültig lanciert und erhöhte auf 0:4 für die Gäste. In der 48. Minute meldete sich Emme zurück und traf gleich doppelt, wobei ein unnötiger Fehlpass den zweiten Treffer begünstigte. Die Coaches von Reinach reagierten umgehend mit einem Time-out, das seine Wirkung nicht verfehlte: Nur eine Zeigerumdrehung später stellte Jesse Arola mit einem sehenswerten Backhand-Schuss den Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Rund fünf Minuten vor Schluss kassierte Unihockey Emme die letzte Zwei-Minuten-Strafe der Partie. Routinier Tomas Vojtisek behielt in Überzahl die Übersicht und erzielte mit dem sechsten Treffer die Vorentscheidung zugunsten von Reinach. In der Folge war Emme gezwungen, volles Risiko zu gehen, agierte mit sechs Feldspielern und öffnete damit Räume. Reinach nutzte diese konsequent aus: Cimino traf ins leere Tor, Arola verwertete einen Konter und ein clever herausgespielter Angriff über Keusch führte zum 2:9-Schlussstand.

Entscheidung fällt am Ostermontag

Damit erhält diese spektakuläre Playoff-Finalserie das, was sie verdient: ein entscheidendes fünftes Spiel. Dieses findet am Ostermontag um 19 Uhr in der Reinacher Pfrundmatthalle statt.

Oliver Reidy


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