Das 4. Spiel der Best-of-5-Serie dieser Playoffs unserer 1.-Liga-Damen fand am vergangenen Samstag in Nürensdorf statt. Für die Reinacherinnen galt es ernst: Die Serie stand 1:2, und ein Sieg war Pflicht, um ein entscheidendes fünftes Spiel zu erzwingen.
Der Start gelang ...
Das 4. Spiel der Best-of-5-Serie dieser Playoffs unserer 1.-Liga-Damen fand am vergangenen Samstag in Nürensdorf statt. Für die Reinacherinnen galt es ernst: Die Serie stand 1:2, und ein Sieg war Pflicht, um ein entscheidendes fünftes Spiel zu erzwingen.
Der Start gelang jedoch nicht wie geplant. Die Reinacherinnen fanden nicht in ihr gewohnt schnelles Spiel und gerieten früh unter Druck. Bereits nach zwei Minuten gelang den Gegnerinnen durch ein schönes Zuspiel aus der Ecke quer übers Feld das 1:0. Die Lok liess den Kopf nicht hängen und versuchte weiterhin, den Anschluss nicht zu verlieren. In der 9. Minute traf Bassersdorf erneut, diesmal durch einen hohen, weiten Pass, der im Reinacher Tor versenkt wurde. Trotz weiteren guten Chancen, schnellem Spiel und sehenswerten Aktionen auf beiden Seiten blieb es bei diesem Spielstand, und die Reinacherinnen mussten mit einem 2-Tore-Rückstand in die erste Pause.
Nach einer deutlichen Ansprache des Trainerteams wurde das Feuer gezündet. Das Team wirkte nun motiviert und kämpferisch. Der Start ins Drittel gelang deutlich besser: Die Pässe kamen an, das Tempo stimmte und Reinach konnte mehr Druck ausüben. In der 26. Minute brachte ein wunderbarer Bogenlauf von Rachel Wicky die Wende. Mit einem präzisen Schuss ins Lattenkreuz erzielte sie den Anschlusstreffer zum 1:2. Die Freude hielt jedoch nicht lange an, denn nur 25 Sekunden später stellte UBN den Zweitorevorsprung wieder her. Das Spiel blieb schnell und ereignisreich. Die Reinacherinnen setzten sich vermehrt in der gegnerischen Zone fest, und bereits in der 29. Minute konnte Selina Müller einen Pass auf Daria Hüsler spielen, die den Ball mit etwas Glück backhand im Tor versenkte. Die Freude über das 2:3 war gross. In der 33. Minute erhielt eine Gegnerin eine Zweiminutenstrafe wegen unkorrektem Abstand bei einem Freistoss der Reinacherinnen: eine ideale Gelegenheit für den Ausgleich. Trotz gutem Überzahlspiel wollte der Treffer jedoch nicht fallen, und kurz nach Ablauf der Strafe erhöhte UBN noch vor dem Drittelsende auf 4:2.
Comeback gelingt nicht
Im dritten Drittel spielte Lok nun abgeklärte, schnelle Pässe und konnte sich wiederholt in der gegnerischen Hälfte festsetzen. Über weite Strecken des Drittels entstanden viele gute Torchancen, doch es fehlte jeweils die letzte Konsequenz oder das nötige Quäntchen Glück. Der Ball wollte den Weg ins Tor einfach nicht finden. Stattdessen war es erneut das gegnerische Team, das in der 57. Minute seinen Vorsprung auf 5:2 ausbauen konnte. Die Reinacher Trainer reagierten sofort und nahmen das Time-out. Für die letzten drei Minuten war geplant, Torfrau Ivana Keller durch eine sechste Feldspielerin zu ersetzen, um noch einmal alles nach vorne zu werfen. Doch dieser Plan fand ein abruptes Ende, als Tamara Steiner eine Minute später eine Zweiminutenstrafe wegen eines Stockschlags erhielt. Zwar überstand die Lok die Unterzahlsituation unbeschadet, doch mit dem Ablauf der Strafe war auch das Spiel vorbei. Nach 60 intensiven, kämpferischen Minuten mussten sich die Reinacherinnen mit 5:2 geschlagen geben und verabschieden sich damit aus der diesjährigen Playoff-Serie.
Eliane Bitterli