Vergangenen Donnerstag zauberten die Schülerinnen und Schüler mit ihren liebevoll geschnitzten Räbeliechtli eine funkelnde Lichtstimmung in die Strassen von Gontenschwil. Sichtlich stolz begleiteten auch Eltern und Verwandte ihre Kinder und freuten sich über den ...
Vergangenen Donnerstag zauberten die Schülerinnen und Schüler mit ihren liebevoll geschnitzten Räbeliechtli eine funkelnde Lichtstimmung in die Strassen von Gontenschwil. Sichtlich stolz begleiteten auch Eltern und Verwandte ihre Kinder und freuten sich über den besonderen Anlass.
Es war kurz vor 18 Uhr. Eine Mutter hielt die Hand ihres Kindes und schritt zügig Richtung Schule. Die Kerze im Räbeliechtli flackerte und drohte jeden Moment zu erlöschen. Liebevoll, aber bestimmt sagte sie: «Komm schnell, sie laufen gleich los.» Die beiden schafften es gerade noch rechtzeitig, und das Kind reihte sich neben seinen Gspänli ein.
Ein Blick über den Schulhausplatz bot ein wunderbares Bild: Warm eingepackt, mit Mützen auf den Köpfen und Schals um den Hals, standen die Kinder da. In den Händen hielten sie ihre selbst geschnitzten Räbeliechtli und allesamt hatten ein Strahlen im Gesicht. «Sie freuen sich immer auf diesen Tag – auch die Grossen», erzählte Schulleiterin Brigitte Gautschi.
Mehr oder weniger geduldig warteten die Kinder, bis es endlich losging. Dazwischen waren einzelne Stimmen zu hören, die bereits leise die einstudierten Lieder sangen. Dann war es so weit: Die Beleuchtung rund um das Schulhaus erlosch, und ein Lichtermeer aus Räbeliechtli funkelte mit den Sternen um die Wette.
«Die erste und die zweite Klasse schnitzen gemeinsam mit den 5.-Klässlern. So können die älteren Kinder den jüngeren beim Schnitzen helfen», erklärte die Schulleiterin lächelnd. Natürlich darf auch das Kultgewürz nicht fehlen: «Viele nehmen das Aromat von zu Hause mit und essen damit das herausgeschnitzte Räbenfleisch», fügte Brigitte Gautschi schmunzelnd hinzu.
Während die Kinder mit ihren Räbeliechtli durch das Dorf zogen, vertrieben sich einige Eltern die Wartezeit bei einem wärmenden Punsch oder einer gegrillten Bratwurst. Die Schulleiterin erklärte, dass dieses Angebot von einigen Eltern selbst organisiert werde. Es sei schön, wenn die Gemeinschaft im Anschluss noch das Beisammensein geniesse könne. Auch für das leibliche Wohl der Kinder war gesorgt. «Die Kinder bekommen nachher noch einen Hot Dog und einen Punsch», teilte sie erfreut mit.
Schliesslich funkelten bereits wieder die ersten Lichter am Horizont. Als sich alle Schülerinnen und Schüler wieder auf dem Arenaplatz eingefunden hatten, kam der krönende Abschluss. Mit ihren einstudierten Liedern sorgten sie noch einmal für einen besonders stimmungsvollen Moment und erwärmten wohl damit die Herzen aller Anwesenden.
«Wir sind wegen unseren Enkelkindern hier. Es ist schön, dass dieser Anlass beibehalten wird», freuten sich die Grosseltern, während sie am Rande des Geschehens geduldig auf ihre Enkel warteten.
Janine Flückiger