Nach einer Corona-bedingten Baisse erfreut sich der Rynecher Bierkulturtag bei der Brau-Garage wieder grosser Beliebtheit. Bei der siebten Auflage deckten sieben handwerkliche Bierproduzenten die Ansprüche von fast 1000 Besuchern ab.
Die Initianten des ...
Nach einer Corona-bedingten Baisse erfreut sich der Rynecher Bierkulturtag bei der Brau-Garage wieder grosser Beliebtheit. Bei der siebten Auflage deckten sieben handwerkliche Bierproduzenten die Ansprüche von fast 1000 Besuchern ab.
Die Initianten des Bierkulturtages, René Bühlmann vom Brauhuus 531 in Gunzwil und Fritz Züger von der heimischen «BrauGarage», zeigten sich vollauf zufrieden mit der siebten Durchführung des Anlasses. Am Nachmittag hielt sich der Aufmarsch der Liebhaber von handwerklich gebrauten Bieren noch in Grenzen, aber gegen Abend bildete sich eine lange Schlange vor der Eintrittskasse.
Kreatives Schaffen
Die regionalen Bierbrauereien waren auf dem Platz zwischen Gemeindehaus und Schneggen gut vertreten. Aus dem Suhrental feierte die seit sechs Jahren bestehende Garagenbräu mit sechs Biersorten Premiere in Reinach. Liebhaber erfreuten sich am guinnessähnlichen Irish Dry Stout.
Ebenfalls Neulinge waren die Krienser Brauwerkstatt Mons und die Fehraltorfer Getränkegarage. Die Luzerner stiessen mit dem Bia Hoi, einem vietnamesischen Strassenbier, auf grosses Interesse. Die Zürcher überraschten mit der Blue Lilly, einem Lagerbier im kalifornischen Stil. Zum zweiten Mal am Rynecher Bierkulturtag beteiligte sich die Fricktaler Rhybräu. Die Mumpfer boten unter anderem ein Himbeerbier an.
Kunterbunte Vielfalt
Seit der ersten Auflage des Bierkulturtages 2013 dabei ist die Rickenbacher Pero-Brauerei mit Peter Schmidlin und Roman Meier. Sie präsentierten gleich neun Sorten Gerstensaft, darunter drei im Offenausschank. Die Palette reichte vom fasnächtlichen Bogeteguugi, über das Joder Pale Ale bis zur Variante Heubeeri Schoggi Möuch Stout. «Ein schönes mildes Bier», erklärte Peter Schmidlin einem Besucher am Stand.
Noch bunter trieb es René Bühlmann. Der Brauhuus 531-Chef tat sich gemäss eigener Aussage schwer mit der Auswahl und bot deshalb dem Publikum elf verschiedene Biere an. Darunter befanden sich das Sänderbier, Fläcke Alt oder der Blaubeer Saurier. Da war die Auswahl beim Lokalmatador, der Brau-Garage, überschaubarer. Auf guten Anklang stiessen der Rote Löi und das Stierenberger. Aber auch das Maisgold von der Einsiedler Gastbrauerei fand seine Abnehmer. Wer mit dieser Auswahl noch nicht gesättigt war, versuchte beim Menzo Reinach Friends Club das importierte kroatische Karlovacko.
Vom Bier allein …
Selbstverständlich durfte bei so viel Hopfen und Malz auch etwas Währschaftes für den Magen nicht fehlen. Vlado Jurcevic vom Friends Club liess einmal mehr Spanferkel über der Glut brutzeln, das Restaurant Schneggen bot einen Black- Gourmet-Burger an, Eishockey Reinach wartete mit tibetischen Teigtaschen auf und in der nahen Brau-Garage freuten sich die hungrigen Mäuler an einem köstlich gewürzten Chili con Carne. Für die perfekte Abrundung des Abends sorgte am Abend der Auftritt von Gitarrist Fredy Pi mit Sängerin Heidi.
Wolfgang Rytz