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13.08.2026 RegionWie mein Natel allein Postauto fuhr …
Nicht jeder Ferientag führt zu Entspannung. Zwar hatten meine Partnerin Rebekka und ich einen schönen Ausflug nach Sils Maria gemacht und sassen eben noch entspannt im Postauto und stiegen ohne Eile bei der ...
Wie mein Natel allein Postauto fuhr …
Nicht jeder Ferientag führt zu Entspannung. Zwar hatten meine Partnerin Rebekka und ich einen schönen Ausflug nach Sils Maria gemacht und sassen eben noch entspannt im Postauto und stiegen ohne Eile bei der Station Bogn Engadina in Scuol aus. Wir wollten noch einkaufen und dann in die Ferienwohnung zurückkehren. Da merkte ich es: mein Natel! Wo ist mein Natel! Nicht mehr am gewohnten Ort, in der Hosentasche und auch sonst nirgends im Rucksack oder so. Hatte ich es im Zug liegen gelassen oder erst gerade im Postauto? Auf dem Bahnhof hatte ich noch den Fahrplan gesucht, also musste es im Postauto geschehen sein. Mit Rebekkas Handy gab ich die Verlustmeldung auf und füllte dabei etwa hundert Felder aus. Und dann gingen wir heim. Da mussten wir erst einmal Kaffee trinken und uns etwas beruhigen – was mir nicht leicht fiel … Wir hatten dann noch die Idee bei der Postauto-Station, wo wir ausgestiegen sind, zu schauen, ob es da ist und machten auch noch eine Meldung auf der Polizei. Dann telefonierte ich mit meinem Sohn, der das Natel tatsächlich orten konnte – irgendwo vor S-charl, wo das Postauto hingefahren war. Und da hatte Rebekka die richtige Idee. Das Postauto hat einen langen Weg bis S-charl und kommt dann wieder zurück nach Scuol. Also können wir den Postauto-Chauffeur fragen. Gesagt, getan – nicht lange, da kam das Postauto und auf mein Drängen öffnete der Chauffeur auch die vordere Türe und … da lag es, mein vertrautes, mir so wichtiges Natel. Ein dreijähriges Mädchen und sein Vater hatten es abgegeben. Wir sprachen dann noch mit ihnen, aber sie wollten partout keinen Finderlohn annehmen. Grossartig! Ich war überglücklich und beschenkt, ja fast etwas beschämt. Wir hatten ja auch dafür gebetet, dass es gefunden wird. Dass es nicht einmal 2 Stunden ging und ich es schon wieder in Händen hielt, ist für mich auch eine Gebetserhörung. Jedenfalls bin ich Gott sehr dankbar und will jetzt sorgfältiger darauf achten, wo ich mein Natel ablege.
Dass mein Natel die Reise nach S-charl zurückgelegt hatte, merkte ich auch am Reisebeleg von Fairtiq. Die Reise war für mein Natel eben noch nicht zu Ende als ich in Scuol ausstieg. Ich hoffe, mein Handy hat die Reise ohne mich genossen!
Ich habe Ihnen dies so ausführlich erzählt, weil ich überzeugt bin, dass wir die Gnade von Gott manchmal im Alltag oder eben in den Ferien ganz überraschend erleben. Natürlich hätte ich auch damit umgehen können, wenn mein Natel verloren geblieben wäre. Aber ich bin sehr sehr dankbar und glücklich, dass ich es so bald wieder hatte. Für Gott ist nichts zu klein und nichts zu gross. Wir dürfen ihm alles sagen. Wo haben Sie die Gnade Gottes in den letzten Tagen und Wochen erlebt? Bhüet Si Gott!
Daniel Hintermann,
Pfarrer, Schöftland
