Was haben wir uns diese Woche schon wieder aufregen müssen. Der Präsident von Amerika hat sich als heilender Jesus dargestellt, der sterbende Buckelwal soll in Biodiesel umgewandelt werden, der Eishockey-Nati-Coach hat ein grausames Verbrechen begangen, Coop benennt seine Produkte um, und nach ...
Was haben wir uns diese Woche schon wieder aufregen müssen. Der Präsident von Amerika hat sich als heilender Jesus dargestellt, der sterbende Buckelwal soll in Biodiesel umgewandelt werden, der Eishockey-Nati-Coach hat ein grausames Verbrechen begangen, Coop benennt seine Produkte um, und nach dem Betanken unserer Autos müssen wir uns zunehmend über die Aufnahme eines Kleinkredits Gedanken machen. Kaum ist der Patron in Ungarn abgewählt, rast einer mit 150 durch die Gemeinde Reinach und die erneute Meldung über Pestizide in unserer Wyna reisst uns den letzten Nerv aus.
Bei jedem dieser Ereignisse sage ich mir, es kommt dann schon wieder gut, was es in vielen Fällen ja auch tut. In letzter Zeit wird die Liste ungelöster Fälle aber länger und länger und ich weiss gar nicht mehr, in welcher Reihenfolge ich mich aufregen soll. Das führte schon dazu, dass ich unter einer Online-Meldung über Patrick Fischers Covid-Zertifikats-Bschiss schreiben wollte, es gäbe gar keinen Biodiesel auf dem Mond. Ich habe es dann sein lassen, wie meistens. Mir reicht es in der Regel, meinen Ärger auf Papier zu bringen und dieses dann zu «verchrögle».
Ausserdem gibt sehr viele Gelegenheiten, sich nicht zu ärgern. Zum Beispiel wird der Gastrobetrieb im «Huus74» wieder eröffnet, einer Familie aus der Region wurde ein herzliches Wiedersehen ermöglicht, das Problem in der Feldmatte Teufenthal ist zwar noch da, aber man arbeitet an einer gemeinsamen Lösung. Die Lok Reinach hat weiterhin gute Chancen, in die Nationalliga B aufzusteigen, die 11-jährige Alva Maurer erhielt für ihre Kinopremiere stehende Ovationen, der «Kubus» in Rickenbach verzeichnete einen Besucherrekord, und an diesem Sonntag ist Franz Hohler zu Gast im Reinacher Saalbau. Ein Mann, dem man wenigstens einmal im Leben persönlich die Hand schütteln sollte, weil er uns das Spielhaus geschenkt hat. Das Beste an all diesen schönen Geschichten: Sie finden Sie in dieser Ausgabe des Wynentaler Blatts. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.
Remo Conoci